
Diese Kolumne ist immer wieder fasziniert davon, wie neue Erkenntnisse entstehen, wenn verschiedene Disziplinen zusammengebracht werden, um ein vermeintlich botanisches Problem anzugehen. Das gilt auch für die britische Royal Society, daher der Titel ihres erhabenen Organs Zeitschrift der Royal Society Interface, ein 'interdisziplinäre Publikation zur Förderung der Forschung an der Schnittstelle zwischen Natur- und Lebenswissenschaften. Kombination von Mechanik, Zahnmedizin und Biologie, Peter Lucas und Kollegen haben die evolutionäre Optimierung der Materialeigenschaften eines dickschaligen tropischen Samens untersucht und schön demonstriert, dass seine mechanischen Eigenschaften so angepasst sind, dass sie keimen können, während sie ihre Prädation verhindern.
In ihren eigenen Worten: „Der Samen hat eine komplexe heterogene Mikrostruktur entwickelt, die zu Härte-, Steifheits- und Bruchzähigkeitswerten führt“, die aber immer noch „das Aufbrechen der Schale durch den inneren Turgordruck (dh die Keimung)“ ermöglicht. Die untersuchte dickschalige tropische Samenpflanze war ein Mitglied der Annonaceae (die Familie der Puddingäpfel), Mezzettia parviflora Becc. (welche Informationen ziemlich bizarrerweise nicht im Titel, Abstract oder in den Schlüsselwörtern des Artikels erwähnt werden).
Meine Recherchen zeigen, dass, während M. parviflora Becc. ist anscheinend die 'offiziell'Name der Pflanze, M.herveyana Oliv. Ist als Synonym aufgeführt. Und dieses letztere Taxon ist vom Aussterben bedroht IUCN (International Union for Conservation of Nature) Rote Liste, nur aus einer einzigen Sammlung bekannt, die in Malakka (Malaysia) gefunden wurde. Könnte diese Gefährdung mitunter an einer mittlerweile eigentlich zu rissfest gewordenen Samenschale liegen? Ob der oben erwähnte „dickschalige tropische Samen“ in der Antarktis zur Zeit des kreidezeitlichen lithostrotischen Titanosauriers (eher unelegant bekannt als MLP 11-II-20-1) vorhanden war, dessen Entdeckung von angekündigt wurde Ignatius Cerda et al., wird nicht bekannt gegeben. Aber es kann gewesen sein. In diesem Fall könnte jeglicher Widerstand der Nuss gegenüber den Ernährungsbedürfnissen des vegetarischen Sauropoden teilweise den Untergang dieser Gruppe von Dinosauriern in 65.5 Millionen Jahren v. Chr./v. Chr. erklären. Oder konnten sie vielleicht einfach nicht mit der „Kältewelle“ fertig werden, die sich später dort unten entwickelte? Wie auch immer, nur eine weitere verrückte Idee, die ich gerne in den Topf werfe!
