Pflanzen regulieren den zellulären Sauerstoffpartialdruck (pO2), zusammen mit dem Reduktions-/Oxidationszustand (Redox), um schnelle Entwicklungsübergänge wie das Platzen der Knospe nach einer Ruhephase zu bewältigen. Allerdings ist unser Verständnis von pO2 Die Regulation in komplexen meristematischen Organen wie Knospen ist unvollständig und es fehlt insbesondere an räumlicher Auflösung.

Atmungs-CO2-Produktion während des Knospenaufbruchs der Weinrebe.
Respiratorische CO₂-Produktion während des Austriebs der Weinrebenknospen. Abbildung aus Meitha et al. 2015

Meithaet al. Untersuchung von Sauerstoff- und Redoxmustern im Gewebe während des Knospenaufbruchs in Weinrebe (Vitis Viniferaund stellen fest, dass der latente Knospenkomplex hypoxisch ist (<5 kPa="" pO2) und dass sich Superoxid während des Knospenaufbruchs vom apikalen Meristem zum provaskulären Gewebe verschiebt. Sie schlussfolgern, dass die räumliche und zeitliche Kontrolle der Gewebesauerstoffumgebung in ruhenden Knospen erfolgt und der Übergang von der Ruhe zum Knospenaufplatzen von einer regulierten Entspannung des hypoxischen Zustands und einer Ansammlung reaktiver Sauerstoffspezies (ROS) innerhalb des sich entwickelnden Kambiums und Gefäßes begleitet wird Gewebe der heterotrophen Weinrebenknospen.

Dieser Artikel erscheint im Sonderheft ROS- und NO-Reaktionen in Pflanzen.