Pflanzenarten, die aus arktischen Regionen stammen, wachsen häufig auch in alpinen Lebensräumen weiter südlich. Einige Arten kommen jedoch auch in bestimmten Lebensräumen in geringer Höhe vor. Lokale Populationen in tieferen Lagen können unterschiedliche Ursprünge, Ploidiegrade, Paarungssysteme und/oder morphologische Merkmale von alpinen Populationen haben, aber vergleichende Studien zwischen alpinen und niedrig gelegenen Populationen sind rar.

In ihrer neuen Studie veröffentlicht in AoBP, Wakui & Kudo untersuchen die ökologischen und genetischen Unterschiede zwischen alpinen und niedrig gelegenen Populationen Heidelbeerrebe-Idee im Norden Japans. V. vitis-idaea ist ein immergrüner Zwergstrauch, der in borealen Wäldern und Mooren auf der Nordhalbkugel weit verbreitet ist. In Hokkaido wächst es hauptsächlich in alpinen Zonen, kommt aber auch in niedrigeren Lagen in einzigartigen Umgebungen vor, wie z. B. algischen Talushängen und Küstengrasland.

Blühender Blütenstand von Tetraploid Heidelbeerrebe-Idee in einer der niedrig gelegenen Populationen in Hokkaido, Japan. Bildnachweis: A. Wakui.

In ihrer Studie befragten und befragten Wakui & Kudo 22 V. vitis-idaea Populationen in ganz Hokkaido (einschließlich alpiner, offen-montaner, montaner Wald- und Küstenlebensraumtypen), um das Ploidieniveau, die genetische Struktur, das Paarungssystem und die ökologischen Eigenschaften der Populationen zu untersuchen. Sie fanden heraus, dass die meisten alpinen und arktischen Populationen diploid waren. Unerwarteterweise waren die meisten Populationen in geringer Höhe tetraploid, der erste Nachweis von Tetraploidie bei dieser Art. Die tetraploiden Populationen zeigten im Vergleich zu diploiden eine einzigartige genetische Zusammensetzung, eine höhere Selbstkompatibilität und größere morphologische Merkmale.

Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass alpine und niedrig gelegene Populationen aus verschiedenen Ökotypen bestehen, die für die Persistenz in jeder spezifischen Umgebung geeignet sind. Die meisten Populationen in tieferen Lagen enthielten einzigartige Ökotypen, die für die Persistenz in isolierten Situationen geeignet waren. Lokale, niedrig gelegene Populationen typischer alpiner Arten behalten ökologisch und genetisch spezifische Eigenschaften bei und könnten im Hinblick auf die Evolutions- und Naturschutzbiologie wertvoll sein. Diese Studie zeigt die biologische Bedeutung kleiner und isolierter Populationen an den Rändern der Verbreitung einer Art.