
Die Vorhersage der Auswirkungen des Klimawandels auf Baumarten und -gemeinschaften ist entscheidend für das Verständnis des zukünftigen Zustands unserer Waldökosysteme. In einer aktuellen Studie veröffentlicht in AoB PLANTS, Rodgerset al. nutzten ein vollfaktorielles Niederschlag-durch-Erwärmung-Experiment in einem alten Feldökosystem im Nordosten der Vereinigten Staaten, um die klimatische Empfindlichkeit von Sämlingen von sechs einheimischen Baumarten zu untersuchen. Warme und trockene Bedingungen unterdrückten das Wachstum der Sämlinge, wirkten sich jedoch unterschiedlich auf die Arten aus, indem sie die Sterblichkeit erhöhten, die Rate der Pflanzenfresser erhöhten oder die Kohlenstoffaufnahme der Blätter verringerten. Ihre Ergebnisse weisen darauf hin, dass im Nordosten der USA Trockenjahre in einer zukünftig wärmeren Umgebung schädliche Auswirkungen auf die Wachstumskapazität von frühen sekundären Sukzessionswäldern haben könnten, und zwar durch artspezifische Auswirkungen auf Blattproduktion, Herbivore und Sterblichkeit.
