Die Vorhersage zukünftiger Reaktionen von Bäumen auf Dürre ist notorisch schwierig und erfordert die Berücksichtigung vieler Faktoren, darunter Temperatur, Bodentyp und wie Bäume ihren Wasserverbrauch regulieren. Die Wasserregulierung in Bäumen kann entlang eines Spektrums von isohydrisch (Aufrechterhalten eines konstanten Blattwasserstatus bei einer sich ändernden Wasserversorgung) bis anisohydrisch (wobei der Blattwasserstatus bei variierender Wasserversorgung variieren kann) beschrieben werden. Es gibt viele Merkmale, die verwendet werden, um Pflanzen nach diesem Spektrum zu klassifizieren, darunter die hydraulische Kapazität (die Fähigkeit der Pflanze, Wasser zu speichern) und die Geschwindigkeit, mit der Stomata auf Umweltbedingungen reagieren. Die Dürretoleranz von Bäumen hängt davon ab, wo sich die Art in diesem Spektrum befindet. Die Messung von Merkmalen, die wir zur Beurteilung von An/Isohydrie verwenden, ist jedoch arbeitsintensiv, was es schwierig macht, Daten über viele Arten zu sammeln. Eine einfachere Vorhersage von Isohydrie und Anisohydrie wäre daher wichtig für die Landbewirtschaftung und die Erhaltungsbemühungen.

Tote Bäume im Amazonas
Dürre führte bei einigen Arten des Amazonas-Regenwaldes zum Tod, während andere scheinbar unbeschadet überlebten. Bild: NASA/CalTech

Kürzlich wurde gezeigt, dass Fu und Meinzer sahen sich globale Daten zu isohydrischen und anisohydrischen Bäumen an, um zu sehen, welche Merkmale eine/Isohydrie am besten vorhersagen. Interessanterweise war eines der am einfachsten zu messenden Merkmale, die Holzdichte, ein guter Prädiktor für An/Isohydrie, wobei eine höhere Holzdichte ein stärker anisohydrisches Verhalten anzeigt. Die Autoren interpretieren dies als erhöhte Redundanz im Wassertransport durch den Baum (dh eine größere Anzahl von Wegen für Wasser), was es dem Baum ermöglicht, längere oder schwerere Trockenheit zu tolerieren.

Warum ist das wichtig? Informationen zur Holzdichte sind einfach zu erhalten, sowohl von lebenden als auch von toten Proben. Es kann möglich sein, zu charakterisieren, wie sich ein/isohydrisches Verhalten in den letzten 10,000 Jahren entwickelt hat, indem man konservierte Holzgewebe betrachtet, die einen Einblick in den Selektionsdruck der Vergangenheit geben. Darüber hinaus könnte die Holzdichte verwendet werden, um die globale Verteilung des an/isohydrischen Verhaltens zu bewerten, was dazu beitragen wird, die zukünftige Dürreanfälligkeit von Bäumen auf dem ganzen Planeten vorherzusagen.