Müller und Kollegen untersuchten, wie sich verschiedene Wildblumensamenmischungen auf Blütenreichtum und Blütezeiten auswirken. Sie fanden heraus, dass die Mischung mehrerer Blumenarten mit weniger Grassamen die besten Ergebnisse für Bestäuber bringt. Diese Forschung könnte helfen bessere Lebensräume für Bienen und Schmetterlinge schaffen.
Forscher pflanzten in Kalifornien und Minnesota verschiedene Saatgutmischungen und variierten dabei die Anzahl der Samen, die Blumenarten und die Grasmenge. Sie zählten die Blumen und maßen die Blütezeiten über drei Jahre, um herauszufinden, welche Mischungen am besten abschnitten.
Das wichtigste Ergebnis war, dass die Zugabe von Gras zu Saatgutmischungen die Blütenfülle und die Blütezeit verringerte. Überraschenderweise führte die Verwendung von mehr Saatgut nicht immer zu mehr Blüten. Stattdessen war die Zugabe verschiedener Blumenarten in die Mischung entscheidend, um die ganze Saison über Blüten zu haben.
Frühere Studien haben gezeigt, dass das Anpflanzen von Wildblumen den Bestäubern hilft, aber die Entwicklung der besten Saatmischungen war nicht einfach. Diese Forschung baut auf diesem Wissen auf und zeigt, wie man Mischungen herstellt, die über längere Zeiträume mehr Blüten hervorbringen.
Steigende Kosten und begrenzte Verfügbarkeit von Wildblumensamen machen es zu einer Herausforderung, Mischungen mit hoher Vielfalt und Saatdichte zu kaufen und zu pflanzen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass der Ersatz einiger Kräutersamen durch billigere Grassamen das Ziel einer üppigen und kontinuierlichen Blütenproduktion behindert und daher für die meisten Bestäubersamenmischungen nicht empfohlen wird.
Müller, U., Bruninga-Socolar, B., Brokaw, J., Schreiber, J., Cariveau, DP und Williams, NM, 2024. Erfolgreiche Bestäuber-Saatgutmischungen zeichnen sich durch eine geringe Grasdichte und eine hohe Artenvielfalt an Kräutern bei unterschiedlichen Gesamtsaatdichten aus. Restoration Ecology. e14262. https://doi.org/10.1111/rec.14262
