Um zu reifen, müssen Früchte beginnen, die Starrheit der Zellwände abzubauen. Es war nicht klar, wie dies geschieht. Erklärungen umfassen die Wirkung von Wandenzymen oder Hydroxylradikalen. Thurayya ZS Al Hinai und Kollegen eine Methode entwickelt, um zu untersuchen, welche Enzyme in reifenden Früchten aktiv sind. Sie konnten erstmals zeigen, dass ein Enzym, die Pektatlyase, in den Wänden von Beerenfrüchten aktiv ist und zur Fruchterweichung beitragen könnte.
Für viele Pflanzen unterscheiden sich die Bedingungen zum Wachsen von Samen stark von den Bedingungen zum Verbreiten von Samen. Eine feste Frucht schützt ihre Ladung mit starren Zellwänden. Wenn eine Pflanze etwas anziehen möchte, um die Frucht zu essen und den Samen zu tragen, müssen sich diese Zellen verändern, um besser verdaulich zu werden. Diese Veränderung könnte durch Reaktionen mit reaktiven Sauerstoffspezies, aber auch mit Enzymen geschehen. Aber auseinanderzuhalten, wie die Enzyme arbeiten, ist schwierig. Leute haben sie im Labor untersucht, aber Al Hinai und Kollegen schreiben: „Der Zusammenhang zwischen Enzymaktivitäten (gemessen in vitro nach der Extraktion der Enzyme) und Fruchterweichung war oft widersprüchlich.“

Tomaten sind eine der am intensivsten untersuchten Früchte. Bei Tomaten ist die bedeutendste Zellwandveränderung während der Reifung eine Modifikation des Pektins. Das Team beschloss, Datteln (Phoenix dactylifera) zu untersuchen, eine weitere pektinreiche Frucht. Die Wissenschaftler entwickelten eine neue Methode, um zu untersuchen, was beim Abbau des Pektins übrig bleibt. Wenn Pektatlyase beteiligt war, sollte sie ein deutliches Signal in den gebrochenen Polymerketten von Pektin hinterlassen.
Als Al Hinai und Kollegen nach dem Signal suchten, fanden sie es tatsächlich. Die Pektatlyase hatte Pektin auf eine Weise gebrochen, wie es radikale Sauerstoffspezies oder andere Enzyme nicht konnten.
Nachdem das Team dieses Signal in Datteln gefunden hatte, untersuchte es andere Früchte, Äpfel, Birnen und Vogelbeeren. Sie fanden das gleiche Signal in diesen Früchten, was zeigt, dass die Maschinerie zum Abbau von Pektin in Pflanzen ziemlich weit verbreitet sein muss. Das Verständnis, wie diese Früchte reifen, könnte dazu beitragen, Früchte mit längerer Haltbarkeit ohne chemische Eingriffe zu entwickeln.
