Invasive Pflanzenarten wirken sich negativ auf die Vielfalt einheimischer Arten und das Funktionieren von Ökosystemen aus. Die Bedrohung durch invasive Pflanzenarten sowohl für natürliche als auch für landwirtschaftliche Ökosysteme ist erheblich, und die UN hebt sie als eines der größten Hindernisse für das Erreichen ihrer Ziele für nachhaltige Entwicklung hervor. Da die klimatischen Bedingungen die Verbreitung von Pflanzenarten stark einschränken, kann der Klimawandel auch ein starker Treiber für die Verbreitung einheimischer und invasiver Arten sein. Die Klimaerwärmung wird wahrscheinlich Lebensräume in höhere Breiten und Höhenlagen verlagern, Invasionen von Arten fördern, die bereits an höhere Temperaturen angepasst sind, und letztendlich die Artenverteilung weltweit verschieben. Da die Temperaturen weltweit bereits steigen und Invasionen wahrscheinlich häufiger werden, wird es immer wichtiger, die physiologischen Reaktionen invasiver Pflanzen auf wärmere Temperaturen zu verstehen.

In ihrer neuen Studie veröffentlicht in AoBP, Jorgensen et al. untersuchten die Temperaturakklimatisierung zweier weltweit invasiver Arten der Gelben Schwertlilie (Schwertlilie pseudacorus) und Blutweiderich (Lyhtum salicaria), die den gleichen Lebensraumtyp teilen, sich aber in der Morphologie unterscheiden. Die niedrigeren Photosyntheseraten der Überdachung nahmen mit hohen Temperaturen ab L. salicaria waren aber davon unberührt Ich. pseudacorus. L. salicaria zeigte typische schattengewöhnte Reaktionen im Blattpigmentgehalt und photosynthetische Lichtreaktionskurven und wurde Anpassungen an die Selbstbeschattung zugeschrieben. Schwertlilie pseudacorus zeigten keine derartigen Anpassungen, was auf unterschiedliche invasive Photosynthesestrategien bei den beiden Arten hindeutet. Insgesamt profitierten beide Arten von erhöhten Temperaturen mit erhöhter Biomasse und Triebhöhe sowie Blührate L. salicaria. Es wurde der Schluss gezogen, dass beide Arten unter zukünftigen Klimaszenarien in Bewirtschaftungsplänen weiterhin als hochgradig invasiv anerkannt werden sollten und dass die bevorstehende Erweiterung ihrer nördlichen Verbreitungsgebiete als große Bedrohung für die Gesundheit einheimischer Ökosysteme angesehen werden sollte.
Forscher-Highlight

Andreas Jørgensen wuchs in Dänemark auf, wo er von 2016-2020 Biologie an der Universität Aarhus studierte. Vor Kurzem zog er nach Norwegen, um sein Studium an der Arctic University of Norway in Tromsø abzuschließen, da seine Besessenheit von der Arktis zu groß war, um sich länger dagegen zu wehren. Er hat derzeit einen Bachelor-Abschluss in Biologie und hat während seines gesamten Studiums einen besonderen Fokus auf Ökologie und Pflanzenökophysiologie gelegt. Er hat ein breites Interesse an diesen Bereichen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Er möchte eine Karriere in der Wissenschaft anstreben, wo er zu einem besseren Verständnis der Auswirkungen des Klimawandels auf Ökosysteme beitragen möchte. Dieses Papier ist seine erste Veröffentlichung, und hoffentlich werden noch viele weitere folgen!
