Pflanzen können in einem weiten Temperaturbereich wachsen, überleben und sich vermehren. Beispiele für Pflanzen, die bei extremen Temperaturen gedeihen, sind Kissenpflanzen in alpinen Ökosystemen, die nahe am Boden wachsen, um warm zu bleiben, und Wüstenpflanzen, die eine verringerte Absorption haben, um kühl zu bleiben. Andere Pflanzen halten ihre Stomata offen, um Wärme abzuleiten und sie so vor extremen Hitzewellen zu schützen. Das Verständnis dieser vielfältigen Mechanismen der thermischen Anpassung und Akklimatisierung kann einen Einblick geben, wie Pflanzen auf steigende Temperaturen reagieren und wie diese Reaktionen die Ökosystemfunktion mit dem anthropogenen Klimawandel beeinflussen.

Teeblätter ist auf beiden zu finden CRAN or GitHub zur Installation in R. Bildnachweis: C. Muir

In einem kürzlich veröffentlichten Editor's Choice-Artikel in AoBPstellt Chris Muir sein neues Tool vor, das entwickelt wurde, um komplexe Modelle des Energiehaushalts von Blättern einem breiteren Spektrum von Pflanzenwissenschaftlern zugänglich zu machen. Teeblätter ist ein R-Paket, das es unerfahrenen Benutzern ermöglicht, schnell mit der Modellierung von Blattenergiebudgets zu beginnen, während es Experten ermöglicht, ihre Parametereinstellungen anzupassen. Wie bei den meisten R-Paketen ist der Code für Teeblätter ist Open Source, frei verfügbar und lässt sich problemlos in andere Pakete im R-Ökosystem integrieren. Chris gibt an, dass dieses Dokument die aktuelle Funktionalität von beschreibt Teeblätter aber diese neuen Funktionen werden in Zukunft hinzugefügt. Er hofft, dass dieses Softwaretool neue Forschungsergebnisse zur thermischen Physiologie von Blättern voranbringen wird, um unser Verständnis der grundlegenden und angewandten Pflanzenwissenschaften zu verbessern.

Diese Abhandlung ist die erste Veröffentlichung in AoBP's neue Tools-Sektion, die Manuskripte willkommen heißt, die Beschreibungen neuartiger Tools von erheblichem Wert für die Gemeinschaft der Pflanzenwissenschaften enthalten, einschließlich neuer experimenteller oder analytischer Methoden oder Tools sowie mathematischer und/oder rechnerischer Modelle.

Forscher-Highlight

Chris Muir wuchs in Virginia, USA auf und promovierte in Evolutionsbiologie an der Indiana University. Er war Postdoktorand an der University of British Columbia in Vancouver, Kanada und arbeitete als Biostatistiker bei Poisson Consulting und Novozymes. Chris ist derzeit Assistenzprofessor an der School of Life Sciences und der University of Hawai'i in Mānoa. Er ist Sekretär der Abteilung für Botanik der Society for Integrative and Comparative Biology.

Chris ist ein evolutionärer Ökophysiologe, der sich dafür interessiert, wie und warum sich Pflanzen an unterschiedliche Umgebungen anpassen. Er hat mit wilden Verwandten von Tomate und Affenblume gearbeitet, nutzt aber auch mathematische Modelle und phylogenetische Vergleichsanalysen. Er interessiert sich auch für die Entwicklung neuer Rechenwerkzeuge für Pflanzenökophysiologen, um komplexe Modellierung und Datenanalyse zu vereinfachen.

Chris ist auf Twitter, also folgen Sie ihm bitte, @thegoodphyte.