Das sympatrische Vorhandensein von transgenen Nutzpflanzen mit ihren wilden Verwandten ist ein ökologisches Problem. Liu et al. führten einen Feldversuch mit Insektengehegen mit und ohne Pflanzenfresser mit kultiviertem Bt-Transgen durch Brassica napus (Bt-Raps, OSR) und B. juncea (wilder brauner Senf) in Rein- und Mischbeständen.

Versuchsaufbau

Bei Koexistenz mit Bt-OSR produzierte wilder brauner Senf weniger Pollen und mehr Samenanlagen (ein verringertes P/O-Verhältnis) als in reinen Beständen von braunem Senf. Dies deutet darauf hin, dass die sympatrische Präsenz von transgenen Pflanzen in Wildpopulationen den potenziellen Transgenfluss durch Veränderung der reproduktiven Zuordnung von Wildarten weiter erhöhen kann.