
Breuil-Broyer et al. zeigen, dass SUPERMAN ein Kanalisations- und Robustheitsfaktor für die Blütenentwicklung ist. Erstens hat die teilweise Dissoziation der Kontrolle der Geschlechtsgrenze und des Blütenmeristems in der Sup-Allel-Reihe (Supermann, Superfrau und Supersex) die Charakterisierung der teilweisen Unabhängigkeit der SUP-vermittelten WUS-Repression auf den AG- und CLV-Wegen erleichtert.
Das Festlegen einer genauen Geschlechtsgrenze hat möglicherweise die Verfeinerung der Blütenentwicklung erleichtert, einschließlich der Kooption des Meristem-Musterungssystems für die Gynoeceum-Entwicklung. Zweitens zeigen neue, späte SUP-Funktionen in der Fruchtblattmusterung, dass SUP in Verbindung mit KNUCKLES, einem SUP-verwandten Plazenta-Grenzgen, wirkt. Schließlich unterstützt das kombinierte Verständnis sowohl der frühen als auch der späten SUP-Funktionen ein Evo-Devo-Szenario, das die Theorien „Mostly Male“ und „Out of Male/Out of Female“ in Einklang bringt, und zeigt die zentrale Rolle der Modulation des homöotischen Gengleichgewichts der Klasse B/C bei der evolutionären Veränderung von Uni- bis Bisexualität.
