Es gibt zahlreiche Beispiele in der Natur von entfernt verwandten Organismen, die zu ähnlichen Formen zusammenlaufen, die sich für alle als nützlich erwiesen haben. Diese konvergente Evolution kann auffallend ähnliche, aber unabhängig voneinander entwickelte Formen erzeugen, wie die stromlinienförmigen Körper von Delfinen und Ichthyosauriern (eine Gruppe ausgestorbener Meeresreptilien); die Flügelformen von Vögeln und Fledermäusen und die ähnlichen Körperformen des plazentaren Wolfs und des Beutelwolfs (ein kürzlich ausgestorbenes wolfsähnliches Beuteltier). Es wurde lange angenommen, dass solche Ähnlichkeiten aus der Exposition gegenüber ähnlichen Umweltbedingungen und Selektionsdruck resultieren.

Ein kürzlich veröffentlichtes AoB-Papier befasste sich mit den Ähnlichkeiten zwischen den Lebensräumen amerikanischer und afrikanischer Sukkulenten. Die Wolfsmilch, Wolfsmilch und Eispflanzen Afrikas und die weit entfernten Kakteen Amerikas sehen äußerlich sehr ähnlich aus, und diese Ähnlichkeiten wurden durch Ähnlichkeiten im lokalen Klima erklärt. Diese Studie zielte darauf ab, die Umwelträume zu quantifizieren, in denen die beiden Pflanzengruppen vorkommen, und daher zu zeigen, ob die Ähnlichkeit in der Form tatsächlich eine Folge der Ähnlichkeit im Lebensraum ist.
Die ausgewählten Studienstandorte waren Hotspots für Sukkulentenreichtum und -vielfalt auf jedem Kontinent. In diesen trockenen, warmen Gegenden haben die Wasserspeicherung und die Verhinderung von Wasserverlust Priorität für Pflanzen, und so haben sich in jeder Gruppe kugelige oder kugelige Wuchsformen entwickelt. Die Autoren analysierten lokale Klimadaten und verwendeten GIS- und Nischenäquivalenzmodellierung, um die amerikanischen und afrikanischen Sukkulenten-Hotspots zu vergleichen. Was sie fanden, waren überraschend viele Unterschiede bei Variablen wie Niederschlag und Temperatur zwischen den Standorten, und diese Unterschiede übertrafen alle Ähnlichkeiten.
Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die Ähnlichkeit zwischen den Sukkulenten auf jedem Kontinent durch Faktoren erklärt werden kann, die in ihren Klimaanalysen nicht berücksichtigt wurden, wie z. B. Bodentyp, Entfernung vom Meer und möglicherweise wichtige Beiträge von Wasser zu den Pflanzen durch Nebel und Tau. Sie weisen auch darauf hin, dass die „Ähnlichkeiten“ (mit dem menschlichen Auge) zwischen diesen Gruppen sehr subjektiv sein können und dass robustere Ähnlichkeitsmessungen erforderlich sein können, wenn eine Konvergenz von Wachstumsformen behauptet wird.
Original Papier:
Alvarado-Cárdenas, LO, Martínez-Meyer, E., Feria, TP, Eguiarte, LE, Hernández, HM, Midgley, G., & Olson, ME (2013). "Im Umweltraum konvergieren oder nicht konvergieren: Testen ähnlicher Umgebungen zwischen analogen Sukkulenten Nordamerikas und Afrikas". Annals of Botany, 111(6), 1125-1138. DOI:10.1093/aob/mct078
