In der pantropischen Gattung Eudicot Begonie (Begoniaceae) entwickeln sich nicht zusammenhängende Cluster helikozytärer Stomata aus einer nach innen gewundenen Reihe sich verstärkender Teilungen und sekundärer Meristemoide, die sich innerhalb jedes Clusters bilden. Sie stellen ein relativ seltenes Merkmal dar, das bei einigen dürretoleranten Angiospermenarten auftritt. In einigen Begonie Arten mit dicken Blättern sind die Spaltöffnungen nicht nur helikozytär, sondern auch in Gruppen gruppiert, die durch mindestens eine Zelle voneinander beabstandet sind.

Mit Licht- und Elektronenmikroskopie, Rudall und Kollegen stellen eine detaillierte ontogenetische Studie dieser charakteristischen Stomastruktur vor und stellen sie in einen entwicklungsgeschichtlichen und phylogenetischen Kontext. Das Vorherrschen sich verstärkender Teilungen innerhalb von Eudicots weist auf eine Voranpassung für diese Merkmale hin, die trockenheitstolerante Arten mit dicken Blättern charakterisieren.
