
Die meisten essentiellen Pflanzennährstoffe üben ihre Rolle aus, wenn sie in organische Verbindungen und makromolekulare Strukturen integriert sind – zB Stickstoff und Schwefel (siehe vorherige Blogartikel zu diesen Makronährstoffen). Andere – wie z Magnesium (Mg) – können in ihrer ionischen Form auch als „Enzymaktivatoren“ wirken. Aber Calcium (Ca) ist in seiner Wirkung fast eine Klasse für sich – unter anderem! – als ein sogenannter "Zweiter Bote", und ist an vielen Prozessen des Pflanzenwachstums und der Entwicklung beteiligtAls sekundärer Botenstoff beeinflusst der Kalziumspiegel2+ im Zytoplasma variieren dramatisch als Reaktion auf viele Umwelt- und Entwicklungsreize, die anschließend verschiedene physiologische Reaktionen auslösen. Eine solche Rolle für Ca ist auch relevant für Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und anderen Organismen, wie gezeigt wird Lehcen Benikhlef et al. bei mikrobiologischem Befall. Ihre Arbeit geht jedoch noch weiter, denn sie zeigten, dass leichtes „mechanisches Abfegen“ von Arabidopsis-Blättern zur Entwicklung einer starken Resistenz gegen Arabidopsis führte Botrytis cinerea (ein nekrotropher Pilz, der Pflanzen befällt und Grauschimmel verursacht). Dem vorausgegangen war eine rasche Veränderung der Calciumkonzentration und eine Freisetzung von ROS (reaktive Sauerstoffspezies), und wurde begleitet von „Änderungen der Permeabilität der Kutikula, Induktion der Expression von Genen, die typischerweise mit mechanischer Belastung verbunden sind, und Freisetzung biologisch aktiver Diffuse von der Oberfläche“. OK, also, es ist ein bisschen mehr als nur Ca, aber was für eine faszinierende Kette von Ereignissen. Vielleicht sollten wir alle öfter mit unseren Pflanzen umgehen, um sie zu ermutigen, Resistenzen gegen Krankheitserreger zu entwickeln. Immerhin reden sie von 'heilende Hände'...
