Modularität ist die Tendenz bestimmter Arten, ständig miteinander zu interagieren. Es ist eine allgegenwärtige und wichtige Eigenschaft ökologischer Netzwerke, die den Spezialisierungsgrad von Arten innerhalb dieser Netzwerke bestimmen kann. Watts et al. Untersuchung der Modularität und Spezialisierung von Pflanzen-Bestäuber-Gemeinschaften in den peruanischen Anden, einer artenreichen Region, in der bisher keine Arbeiten in diesem Bereich durchgeführt wurden.

Im Heiligen Tal untersuchte Pflanzenarten und Lebensräume
Im Heiligen Tal untersuchte Pflanzenarten und Lebensräume: (A) Barnadesia horrida (Asteraceae); (B) Baccharis salicifolia (Asteraceae); (C) Passiflora tripartita var. mollissima (Passifloraceae); (D) Polylepis (Rosaceae)-Wälder 3700–4200 m; (E) subtropischer Bergtrockenwald (3000–3400 m), gekennzeichnet durch steile Felshänge mit dornigen Sträuchern wie Duranta mandonii (Verbenaceae) und vielen Puya-Arten; (F) Lupinus mutabilis (Fabaceae); (G) Oreocallis grandiflora (Proteaceae). Fotos: (A, C, F, G) Stella Watts, (D, E) Jeff Ollerton, (B) Lynn Watson. Alle Einzelheiten in Watts et al. (2016)

Sie stellen fest, dass Arten im Zentrum der modularen Struktur des Pflanzen-Bestäuber-Netzwerks tendenziell am häufigsten vorkommen und lange Phänologien aufweisen. Darüber hinaus zeigen sie, dass generalistische Pflanzenarten mit frei zugänglichen Blüten das Pflanzen-Bestäuber-Netzwerk dominieren. Sie schließen mit der Warnung, dass die Messung der Spezialisierung eine sorgfältige Überlegung erfordert, wie man einen „Spezialisten“ definiert.