Ant-Plant Mutualism - Lasius emarginatus ernährt sich von extrafloralem Nektar, der von Vicia sativa abgesondert wird. (Bilder von D. Giannetti und DA Grasso, Myrmecology Lab, University of Parma)
Gegenseitigkeit zwischen Ameise und Pflanze – Lasius emarginatus ernährt sich von extrafloralem Nektar, der von Vicia sativa abgesondert wird. (Bildnachweis: D. Giannetti und DA Grasso, Myrmecology Lab, Universität Parma)

AoB PLANTS freut sich, die Veröffentlichung einer Sonderausgabe bekannt zu geben. Mit Ideen aus der Verhaltensökologie Pflanzen verstehen, herausgegeben von James F. Cahill (University of Alberta, Kanada). Die Sichtweise von Umwelt- und Evolutionsbiologen auf Pflanzen verändert sich. In einem Ansatz werden Pflanzen als eine Reihe von hauptsächlich morphologischen Merkmalen betrachtet, aus denen ökologische Funktionen und Ergebnisse von Artenwechselwirkungen abgeleitet werden können. Diese Sonderausgabe bietet eine alternative und ganzheitlichere Sichtweise: dass die ökologischen Funktionen einer Pflanze nicht nur eine Folge ihrer Morphologie sind, sondern auch der Art und Weise, wie ihre Bestandteile als Reaktion auf Umwelt- und soziale Bedingungen verwendet werden . Dies ist der Bereich der Verhaltensökologie, ein Gebiet, das unser Verständnis von Tierbiologie, -ökologie und -evolution stark vorangebracht hat. Die Artikel in dieser Sonderausgabe gehen weit über die Metapher hinaus, dass Pflanzenwachstum der Bewegung von Tieren ähnelt, und zeigen, wie die Integration etablierter Verhaltenskonzepte und -theorien in die Erforschung von Pflanzen das Potenzial hat, beide Wissenschaftsdisziplinen voranzubringen. Mit anderen Worten, Pflanzenaktionen als Verhaltensweisen zu betrachten, anstatt ihnen zu ähneln, kann das Verständnis verbessern. Die hier enthaltenen 10 Artikel befassen sich mit verschiedenen Themen der Verhaltensökologie, wie sie auf Pflanzen angewendet werden: allgemeines konzeptionelles Verständnis, Pflanzennährstoffsuche, Wurzel-Wurzel-Wechselwirkungen und Nutzung und Hilfe für andere. Als Gruppe demonstrieren die Papiere, wie das ökologische Verständnis von Pflanzen durch die Einbeziehung von Verhaltensideen verbessert werden kann, und bereiten die Voraussetzungen für zukünftige Forschung in der aufstrebenden Disziplin der Verhaltensökologie von Pflanzen vor.