Federmoose dienen als wichtige Regulationsorganismen für viele ökologische Prozesse in borealen Wäldern. Sie gelten im Allgemeinen als ektohydrische Arten, die Wasser auf der Oberfläche der Pflanze transportieren. Aber ist das wirklich so? Sokolowska et al. untersuchen ihre Eigenschaften des Stammgewebes und ihre Fähigkeit, gelöste Stoffe über lebensmittelleitende Zellen intern unter modifizierten Umweltbedingungen zu transportieren.

Sie finden heraus, dass nahrungsleitende Zellen eine wichtige Rolle bei der Bestimmung der inneren Leitung in den pleurocarpen Moosen spielen Pleurozium schreberi und Hylocomium splendens. Beide P. schreiberi und H. splendens sind in der Lage, gelöste Stoffe von der Stammoberfläche zu absorbieren und sie horizontal zum Stamminneren und vertikal zur Spitze zu transportieren. Diese Befunde sind der erste direkte Beweis für einen internen (endohydrischen) Transport in Federmoosen und widersprechen der allgemeinen Annahme, dass diese Moose ausschließlich ektohydrisch sind.
Darüber hinaus ist der zentrale Strang von Pleurozium schreberi Stängel bestehen aus Hydroiden, wasserführenden Zellen, die insbesondere bei niedriger Luftfeuchtigkeit zu einem effektiven innerbetrieblichen Ferntransport beitragen. Die Autoren schlussfolgern, dass diese Moose nicht ausschließlich als ektohydrische Arten angesehen werden sollten.
