Der Erstautor misst Blattlängen exotischer und einheimischer Arten im paarweisen Wettbewerb im Gewächshaus. Bildrechte: L. Aldrich-Wolfe.

Die Widerstandsfähigkeit von Pflanzengemeinschaften gegenüber der Invasion exotischer Arten kann davon abhängen, inwieweit die Leistung einheimischer und exotischer Pflanzen durch abiotische und biotische Bestandteile des Bodens vermittelt wird. In einer aktuellen Studie veröffentlicht in AoB PLANTS by Shivega und Aldrich-Wolfezeigten zwei einheimische Tallgrass-Präriearten und eine exotische Invasive in einem Gewächshausexperiment starke Leistungsunterschiede zwischen Böden mit und ohne einheimische Mikroben und mit unterschiedlicher Stickstoffverfügbarkeit. Eine erhöhte Stickstoffverfügbarkeit kam nur den Exoten zugute, während einheimische Mikroben nur den Eingeborenen zugute kamen. Der mikrobielle Nutzen für das einheimische Pflanzenwachstum verschwand bei hohem Stickstoffgehalt im Boden, während die negative Wirkung von erhöhtem Stickstoff auf das Überleben eines der Eingeborenen durch die Anwesenheit des Exoten gemildert wurde. Stickstoff und Bodenmikroben interagieren somit, um die Stärke des Wettbewerbs bei Pflanzeninvasionen zu beeinflussen.