Wurzelbüschel (auch bekannt als Proteoid- oder Büschelwurzeln) sind Bündel von haarigen Wurzeln, die bisher in > 1800 Arten aus neun Familien nachgewiesen wurden. Die mögliche Beteiligung von Mikroorganismen an der Wurzelballenbildung hat in den letzten 40 Jahren zu widersprüchlichen Ergebnissen geführt.

Lamont et al. zeigen, dass es Umstände gibt, unter denen Bodenbakterien die Wurzelballenbildung fördern oder hemmen können, in ihrer Studie über die Auswirkungen der Inokulation mit sieben verschiedenen Bakterienstämmen und Stickstoffbehandlungen auf drei verschiedene Gattungen: Leukadendron (Protea) vom Kap von Südafrika, Viminaria (Hülsenfrucht) aus Australien und Lupinus (Hülsenfrucht) aus Europa. Das Ergebnis, ob Förderung oder Hemmung der Wurzelballenbildung, hängt von der Identität des verwendeten Bakteriums, der Identität der Wirtsart und der Ernährungsumgebung, insbesondere dem Stickstoffstatus, ab. Somit kann man wachstumsfördernden Bakterien einen fakultativ günstigen Einfluss auf Pflanzen zuschreiben.

Dieses Papier ist Teil der Sonderheft Wurzelbiologie.
