Klimaveränderungen können in arktischen Pflanzen zu einer veränderten Blattanatomie und einem veränderten Gasaustausch führen. In einem einjährigen Feldexperiment in Grönland Schollert et al. untersuchen die Auswirkungen einer erhöhten Schneehöhe und Erwärmung auf die Blattanatomie, die Emissionen biogener flüchtiger organischer Verbindungen (BVOC) und CO2 Austausch gegen die gewöhnlichen arktischen Sträucher Betula nana und Empetrum nigrum ssp. Zwitter.

Lichtmikroskopische Aufnahme eines Querschnitts eines Blattes von Empetrum hermaphroditum mit drüsigem Trichom (Kreis) und Stoma (Pfeil) auf der inneren Blattoberfläche.
Lichtmikroskopische Aufnahme eines Querschnitts eines Blattes von Empetrum hermaphroditum mit drüsigem Trichom (Kreis) und Stoma (Pfeil) auf der inneren Blattoberfläche. P, Palisade Mesophyll; S, schwammiges Mesophyll.

Zusätzliche Schneehöhe wirkte sich auf die Blattanatomie aus, indem sie die drüsige Trichomdichte erhöhte B. Nana und Modifizierung des Mesophylls von E.hermaphroditum. Passive Sommererwärmung in oben offenen Kammern verdickt die Epidermis B. Nana, während die Drüsentrichomdichte erhöht und das Verhältnis von Palisade zu schwammigem Mesophyll verringert wird E.hermaphroditum. Die Modifikationen in der Blattanatomie deuten auf eine Verbindung zwischen Reaktionen in der Blattanatomie, BVOC-Emissionen und CO hin2 Gasaustausch, was die ökologische Bedeutung der Überwachung von Änderungen der arktischen Winterniederschläge hervorhebt.