Lokale Anpassung ist bei Pflanzen weit verbreitet, aber nicht universell und ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Genfluss und natürlicher Selektion. Der Genfluss kann die lokale genetische Variation und die Populationsgröße erhöhen, was das Anpassungspotenzial einer Art erhöht, aber eine übermäßige Einwanderung aus ökologisch unterschiedlichen Gebieten kann auch die lokale Anpassung „überschwemmen“. Beträchtliche Forschungsanstrengungen haben sich auf die Auswirkungen des Genflusses auf die lokale Anpassung konzentriert. Weniger Aufmerksamkeit wurde der Frage geschenkt, wie lokale Anpassung das Potenzial für Reichweitenverschiebungen unter dem Klimawandel beeinflusst. Es ist auch unklar, ob irgendwelche Auswirkungen bei Pflanzen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten gleich wären.

Demografische Raten relativ zum Maximum in jeder Klimazone entweder für den einzelnen Kunststoff-Genotyp (dunkelschwarze Linie) oder einzelne Genotypen/Populationen in den variablen Arten (farbige Linien). Bildnachweis: E. Moran.

In einem neuen Editor's Choice-Artikel in AoBPverwendet Emily Moran ein Simulationsmodell, um zu untersuchen, wie die lokale Anpassung in Pflanzen die Reaktion auf Klimaveränderungen beeinflussen kann. Die simulierte Dynamik der Bereichsverschiebung wurde für hypothetische einjährige, mehrjährige und Baumarten verglichen, die jeweils entweder aus einem plastischen Genotyp oder aus sechs lokal angepassten Genotypen bestehen. Die simulierte Landschaft besteht aus wechselnden Klimabändern, die aus 20 × 20 m großen Flecken mit mehreren Individuen bestehen. Auch die Auswirkungen der Samenausbreitung, die Toleranzbreite der Plastikarten, die Steilheit des Klimagradienten und die Geschwindigkeit der Klimaverschiebung wurden untersucht. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass, wenn lokale Anpassung das Pflanzenüberleben und die Reproduktion am Rande des Verbreitungsgebiets einer Art verbesserte, dies die unter einem stabilen Klima besetzte Fläche vergrößerte und normalerweise die Verfolgung von Klimaveränderungen verbesserte (wie in der Abbildung oben gezeigt). Die lokale Anpassung brachte den größten Nutzen für einjährige Arten mit geringer Verbreitung. Das von der Art bewohnte Gebiet kann jedoch immer noch dem Klimawandel hinterherhinken, selbst wenn die Zeit der Veränderung und die Entfernung zum Erreichen neuer geeigneter Gebiete kurz sind. Dies gilt insbesondere für Bäume; lokal angepasste Bäume zeigten manchmal größere Verzögerungen als nicht lokal angepasste. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass in den meisten Situationen eine lokale Anpassung und längere Ausbreitungsentfernungen vorteilhaft, wenn auch nicht unbedingt ausreichend sind, um geeignete Klimazonen zu verfolgen. Die lokale Anpassung könnte jedoch Arten mit langen Generationszeiten einem größeren Risiko aussetzen, wenn sich das Klima sehr schnell ändert. Moran hofft, dass die Ergebnisse dieser Studie, wenn sie durch empirische Tests bestätigt werden, bei der Priorisierung geeigneter Managementmaßnahmen helfen könnten.