Getrennte Geschlechter und voreingenommene Geschlechterverhältnisse sind bei Moosen weit verbreitet, aber es ist wenig darüber bekannt, wie feinskalige, geschlechtsspezifische morphologische Merkmale mit der Physiologie und den Geschlechtsverhältnissen der Bevölkerung korrelieren. Schiefer et al. analysierten Zell-, Blatt- und Kronenmerkmale sowie photochemische Messungen im zweihäusigen Moos Ceratodon purpurus.

Ceratodon purpurus
Ceratodon purpureus. Foto Michael Lüth.

Männliche und weibliche Pflanzen unterschieden sich in Zell-, Blatt- und photochemischen Messungen. Diese Geschlechtsdimorphismen waren von Weibchen geprägt, wobei Weibchen größere und dickere Blätter und höhere Werte für Chlorophyll-Fluoreszenz-basierte Blatt-Photochemie-Messungen aufwiesen als Männchen. Weibliche Merkmale waren auch variabler als männliche Merkmale. Interessanterweise war das Geschlechterverhältnis der Feldpopulation in zwei Studienpopulationen signifikant männlich und in der dritten Studienpopulation weiblich beeinflusst.

Die Ergebnisse zeigen, dass die größere Morphologie und die größere physiologische Leistung der Frau C. purpureus Gametophyten im Vergleich zu Männchen treten in allen Populationen auf und haben wahrscheinlich erhebliche Auswirkungen auf die Ressourcenallokation und biotische Interaktionen. Dieser hohe Grad an Dimorphismus erklärt jedoch nicht die Variation des Geschlechterverhältnisses in den drei untersuchten Studienpopulationen. Diese Forschung legt den Grundstein für zukünftige Studien darüber, wie unterschiedliche geschlechtsspezifische Variationen in Zell- und Blattmerkmalen die Fitness von Moospflanzen beeinflussen.