Wasserschlauch (Utricularia, Lentibulariaceae) besitzen einen extraovulären weiblichen Gametophyten, der in das sporophytische Gewebe (Plazenta) eindringt. Einige Teile der Plazenta dienen als „Nährgewebe“ und versorgen den weiblichen Gametophyten und später das Endosperm mit Nährstoffen. Platschno et al. untersuchten die Komplexität der Kernstrukturen des „Plazenta-Nährgewebes“ bei elf Wasserschlaucharten.
Płachno und Kollegen nutzten die Transmissionselektronenmikroskopie (TEM), um die Komplexität der Kernstrukturen sichtbar zu machen. Sie fertigten auch ultrastrukturelle 3-D-Rekonstruktionen unter Verwendung der Technik der seriellen Blockflächen-Rasterelektronenmikroskopie (SBEM) an. Sie untersuchten die Kerne von 11 Utricularia Arten, dh U. nelumbifolia, U. reniformis, U. cornigera, U. nephrophylla (Sekte. Iperua), U. asplundii, U. alpina, U. quelcii (Sekte. Orchideen), U. longifolia (Sekte. Foliosa), U. intermedia, U. Moll und U. gibba (Sekte. Utricularia).

Sie beobachteten ungewöhnliche Kerne mit spindelförmigen röhrenförmigen Vorsprüngen im Plazentagewebe von Utricularia nelumbifolia. Die Autoren nennen die Strukturen der Plazentakerne „Chromatubuli“. Aufgrund der offensichtlichen Assoziation mit der Plasmamembran und den Plasmodesmen spekulieren sie, dass Chromatubuli an der Zellkern-Zell-Zell-Kommunikation beteiligt sind.

Dieses Papier ist Teil von die Sonderausgabe über Morphologie und Anpassung. Es ist für einen begrenzten Zeitraum bis Ende Januar 2018 KOSTENLOS zugänglich. Ab November 2018 ist es dann kostenlos.
