Das Überleben an den Rändern geografischer Verbreitungsgebiete, wo sich Organismen oft an den Grenzen ihrer physiologischen Toleranzen befinden, kann ungewöhnliche Reaktionen bei der Fortpflanzung auslösen.

Meer
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Sinclair et al. beschreiben die ersten Beobachtungen von pseudoviviparen Sprossen im marinen Angiosperm, Posidonia australis. Unbefruchtete Blüten wurden betrogen und auf die Pflänzchenentwicklung „umgeschaltet“. Multilocus-Genotypen zeigten, dass diese Pflänzchen genetisch identisch mit ihrem mütterlichen Elternteil waren. Es wurden jedoch zusätzliche Allele in vielen Genotypen nachgewiesen, was auf somatische Mutationen oder Hybridisierungsereignisse hindeutet. Geringe genetische Vielfalt und fehlgeschlagene sexuelle Fortpflanzung deuten darauf hin, dass sowohl genetische als auch ökologische Einschränkungen die Fähigkeit dieser Wiese einschränken, sich an sich ändernde Klimaregime anzupassen oder ihr Verbreitungsgebiet zu verschieben.