Eine Gruppe von mehr als 800 Wissenschaftlern hat ein neues globales Abkommen mit dem Namen „Die 2030-Erklärung zum wissenschaftlichen Sammeln von Pflanzen und Pilzen„Die Erklärung zielt darauf ab, Botaniker zusammenzubringen, um ihre Bemühungen zur Suche nach neuen Arten zu koordinieren, insbesondere in unerforschten Regionen, in denen der Klimawandel die Artenvielfalt bedroht.
Während wir die meisten Pflanzenarten der Erde kennen, sind nur 15 % davon noch unentdeckt. Bei Pilzen sieht es anders aus: 90 % sind der Wissenschaft noch unbekannt. Das bedeutet, dass Millionen Pilzarten verschwinden könnten, bevor wir überhaupt wissen, dass es sie gibt.
Das Team entwickelte seine Strategie in Workshops auf dem Symposium „State of the World’s Plants and Fungi 2023“. Wissenschaftler aus 31 Ländern kamen zusammen, um vorrangige Forschungsbereiche zu identifizieren und fünf zentrale Verpflichtungen für zukünftige Sammelbemühungen zu vereinbaren: 1) Evidenzbasierte Sammelstrategien anwenden; 2) Lokale Kapazitäten stärken; 3) Taxonübergreifend und interdisziplinär zusammenarbeiten; 4) Für die Zukunft sammeln; 5) Die Vorteile teilen.
Frühere Sammelbemühungen waren oft unzusammenhängend, da die Wissenschaftler unabhängig voneinander in ihren bevorzugten Regionen arbeiteten. Diese neue Erklärung baut auf früheren Arbeiten auf, verfolgt jedoch einen koordinierten globalen Ansatz, um sicherzustellen, dass die Ressourcen zur Entdeckung neuer Arten effektiver genutzt werden.
Antonelli, A., Teisher, JK, Smith, RJ, Ainsworth, AM, Furci, G., Gaya, E., Gonçalves, SC, Hawksworth, DL, Larridon, I. et al. (2024). Die Erklärung 2030 zur wissenschaftlichen Sammlung von Pflanzen und Pilzen. Plants, People, Planet (Open Access) https://doi.org/10.1002/ppp3.10569
