Wissenschaftler haben an der Universität Novi Sad Serbiens erstes spezialisiertes Orchidarium entworfen. Der von Ostojić und Kollegen diskutierte Standort soll zum Schutz der Orchideen beitragen. Serbien hat 72 Orchideenarten, viele Arten sind jedoch auf wenige Exemplare reduziert.
Das Design basiert auf acht Zonen, darunter drei nachgebildete Lebensräume (Wiese, Feuchtgebiet, Wald), sowie einem zentralen Forschungszentrum mit Saatgutbank und Labor. Die Universität verfügt bereits über ein Gewebekulturlabor, in dem Vermehrungsprotokolle für mehrere Arten entwickelt wurden.
Das Orchidarium soll sich für die Erhaltung von Pflanzen einsetzen, wie Himantoglossum jankae, die Eidechsenorchidee. Sie sieht spektakulär aus und wird bis zu einem Meter hoch, die Populationen sind jedoch extrem klein. Forscher der Universität haben In-vitro-Vermehrungsprotokolle entwickelt, um die Züchtung neuer Pflanzen zu erleichtern.
Weitere geplante Forschungsarbeiten umfassen die Untersuchung von Orchideen-Pilz-Beziehungen, die für das Überleben von Orchideen in kontrolliert nachgebildeten Lebensräumen entscheidend sind. Dies wird die Wiederherstellungsbemühungen unterstützen, für die Testgelände eingerichtet wurden. Überraschender ist der Plan zur Hybridzucht.
Die Züchtung von Hybriden mag als ungewöhnliche Methode zum Artenschutz erscheinen, doch es gibt einen Grund. Ziel ist ein nachhaltiger Orchideenhandel. Durch Hybriden könnten winterharte Sorten entstehen, die sich für serbische Gärten und Landschaftsbau eignen. Die Hoffnung ist, dass der kommerzielle Erfolg die Wildblumen retten wird.
Wenn das Orchidarium verwirklicht wird, wird es wissenschaftliche Ziele erreichen, die genetische Vielfalt bewahren, die Wiedereinführung von Arten ermöglichen und soziale Ziele verfolgen. Es wird als Bildungszentrum fungieren, das den Naturschutz durch den Verkauf einheimischer Orchideen und Ökotourismus finanziell tragfähig macht.
Forschungsquelle: Journal of Zoological and Botanical Gardens, https://doi.org/pzvv Erschienen im Juli 22, 2025
Titelbild: Himantoglossum calcaratum ssp. Rumelicum, die sein kann Himantoglossum jankae, in Griechenland von Jacek Pietruszewski / iNaturalist CC-BY
