Pflanzen benötigen Stickstoff (N) für Wachstum, Entwicklung und Abwehr von abiotischem und biotischem Stress. Der weit verbreitete Einsatz von künstlichen N-Düngern und die landwirtschaftlichen Auswirkungen der N-Ernährung auf die Krankheitsentwicklung wurden ausführlich untersucht. In diesem Übersichtsartikel Wand et al. zeigen, dass NEIN3- oder NH4+ Düngemittel beeinflussen das Ergebnis von Pflanzen-Pathogen-Interaktionen.

Einfluss von NO₃⁻ vs. NH₄⁺ auf die Pflanzenresistenz gegenüber Pathogeninfektionen. Wachstum unter NO₃⁻-Nährstoffzufuhr führt zu erhöhten NO-, SA- und PR-Genexpressionswerten, zur Induktion des Polyamin-Stoffwechselwegs, zu einer Abnahme apoplastischer Zucker und Aminosäuren sowie zu einer insgesamt konzentrationsabhängigen Steigerung der Pflanzenresistenz. Wachstum unter NH₄⁺-Nährstoffzufuhr führt zu erhöhten apoplastischen Zucker- und Aminosäurewerten, reduzierten SA- und PR-Genexpressionswerten, zur Induktion der GABA-Biosynthese und zu einer verminderten pflanzlichen Abwehrreaktion.

Sie finden NEIN3-  Die Nahrungsaufnahme verstärkt die durch die Hypersensitivitätsreaktion (HR) vermittelte Resistenz, während die Ammoniumzufuhr die Abwehr beeinträchtigen kann. Metabolisch gesehen, NO3-  steigert die Produktion von Polyaminen wie Spermin und Spermidin, die als Abwehrsignale dienen, während NH4+  Ernährung führt zu erhöhten γ-Aminobuttersäure (GABA)-Spiegeln, die eine Nährstoffquelle für den Erreger darstellen können.

Dieses Papier ist Teil der Annals of Botany Sonderausgabe zur Pflanzenimmunität. Der Zugang ist bis Juni 2017 und nach April 2018 kostenlos.