Edmonton. Foto von Jeff Wallace.
Edmonton. Foto von Jeff Wallace.

Treffen der Botanical Society of America findet vom 25. bis 29. Juli 2015 in Edmonton, Alberta, Kanada, statt. Dieses Jahr Dr. Robert Raguso von der Cornell University wird die liefern Annals of Botany Vorlesung.

Die „unsichtbare Hand“ des Blumenduftes in Pflanzen-Bestäuber-Interaktionen

Blumen sind nicht nur Objekte ästhetischer Schönheit – sie dienen als Motoren der biologischen Vielfalt, als Dreh- und Angelpunkt ökologischer Stabilität und als Urheber menschlicher Ökosystemleistungen von Landwirtschaft und Blumenzucht bis hin zu Kosmetika.

Botaniker sind seit langem von den visuellen Aspekten der Blütenpracht (Farbe, Form und Muster) geblendet, deren Bedeutung für die Wechselwirkungen zwischen Pflanze und Bestäuber schon vor der Geburt Darwins erkannt wurde. Im Gegensatz dazu bleiben die chemischen Aspekte der Blütenfunktion, von den Düften, die die Bestäuber anlocken und lernen, bis zur Zusammensetzung der Nektare, Harze und Öle, die ihre Besuche belohnen, irgendwie peripher zu den zentralen Körpern der ökologischen und evolutionären Theorie der Bestäubung.

Jüngste technologische und konzeptionelle Fortschritte haben es jedoch einfacher gemacht, die Blumenchemie, insbesondere den Blumenduft, zu analysieren und zu manipulieren, und eine wachsende Zahl von Beweisen weist auf eine zentralere Rolle des Duftes bei der Vermittlung von Blumenisolation, Beständigkeit, Genfluss und Abwehr hin. Ich werde mehrere neuere manipulative Studien hervorheben, in denen visuelle Signale verfolgt und kontrolliert wurden, um die unerwartete („unsichtbare“) Rolle zu veranschaulichen, die Gerüche in ansonsten gut untersuchten Modellsystemen spielen.

Der Blumenduft liefert entscheidende Mechanismen, die die bedingte reproduktive Isolation unter Sympatrikern erklären Ipomopsis aggregata und I. tenuituba, balancieren florale Abwehr und Bestäuber-vermittelte Selektion auf florale Form in Polemonium viscosum, und diktieren die Netzwerkstruktur von Blütenbesuchern zu allgemeinen Bestäuberzentren wie z Cirsium Arvense und Achillea millefolium.

Darüber hinaus werde ich unser aktuelles Wissen über geografische Variationen im Blumenduft – das Potenzial für lokale Duft-„Dialekte“ – im Kontext der Geographic Mosaic Theory of Coevolution unter Bezugnahme auf eine laufende Studie über die Gattung untersuchen Oenothera.

Abschließend diskutiere ich die Bedeutung des Geruchs für die konvergente Evolution der Brutplatztäuschung bei Dung- und Aasimitationspflanzen, indem ich Studien an Dungmoosen (Splachnaceae) hervorhebe, einer zirkumborealen Abstammungslinie von Bryophyten (häufig in Alberta!), die einzigartige Kombinationen verwenden von Sporophytenfarbe und -duft, um verschiedene Gruppen von Fliegen als Sporenverbreitungsmittel anzuziehen.

(Auf die zentrale Bedeutung des Duftes in obligaten Baumschulbestäubungssystemen (Yuccas und Feigen) wird gesondert im Colloquium on Mutualisms eingegangen.)

Bestäubung ist ein Thema, mit dem er sich seit vielen Jahren beschäftigt. Sein erster mitautorisierter Aufsatz in Annals of Botany wurde Der Einfluss von Biochemie vs. Populationszugehörigkeit auf florale Duftprofile in polymorphen Farben Hesperis matronalis (2008). Dem ist gefolgt worden Extreme Variation der Blütenmerkmale und ihre Folgen für die Anziehungskraft von Bestäubern bei Populationen eines Andenkaktus (2009) und Extreme Divergenz im Blumenduft zwischen Waldsternarten (Lithophragma spp.) von Blütenparasiten bestäubt

(2013). Zuletzt trug er dazu bei Neuartige Anpassung an Hawkmoth-Bestäuber in Clarkia reduziert die Effizienz, nicht die Anziehungskraft von Tagesbesuchernim Barrio de Sonderausgabe über bestäubergetriebene Speziation.

Woanders gibt's Phänotypische Selektion, um die Emission von Blumendüften zu erhöhen, aber nicht die Blütengröße oder -farbe bei Bienenbestäubung Penstemon digitalisiert (Neuer Phytologe) und Dosisabhängige Auswirkungen eines floralen Flüchtigen auf Bestäuber, Diebe und das Potenzial für florale Evolution im alpinen Skypilot, Polemonium viscosum (Der amerikanische Naturforscher).

Wann und wo der Vortrag stattfindet, werden wir zeitnah bekannt geben. In der Zwischenzeit können Sie Informieren Sie sich mit unserer Sammlung über die neuesten Forschungsergebnisse zur Bestäubung.