Invasive Pflanzenarten sind auf biologische Merkmale angewiesen, die es ihnen ermöglichen, Stress zu tolerieren und begrenzte Ressourcen zu nutzen. Diese Eigenschaften ermöglichen es ihnen, Nischen zu besetzen, in denen einheimische Arten im Allgemeinen nicht überleben können. Klonalität ist eine Pflanzeneigenschaft, die häufig mit Invasivität verbunden ist, insbesondere in aquatischen Ökosystemen. Wasser Ludwigia Arten gehören zu den problematischsten invasiven Pflanzen der Welt. Diese aufstrebenden klonalen Arten reagieren auf Störungen durch Fragmentierung von Trieben und Rhizomen und breiten sich schnell mit Wasserströmungen aus. Während die asexuelle Rekrutierung asexueller Arten aus Sprossfragmenten weithin anerkannt ist, wird die Regeneration aus unterirdischen Knospenbänken oft übersehen.

Freiliegende Rhizome von Ludwigia hexapetala mit Ufererosion durch hohe Winterflüsse entlang des Russian River, Kalifornien. Bildnachweis: Grewell et al.

In einem neu erschienenen Editor's Choice-Artikel in AoBP, Grewell et al. verglichene Merkmalsantworten von Ludwigia Arten, die sich in der Ploidie (diploid, dekaploid) als Reaktion auf die Nährstoffverfügbarkeit im Boden unterscheiden, wenn sie aus Rhizomfragmenten sprießen. Für den Polyploiden wurde eine überlegene Wachstumsfähigkeit erwartet; jedoch übertraf das diploide Kongener das decaploide unter Nährstoffanreicherung. Vergleicht man diese Ergebnisse mit früheren Studien mit Ludwigia Sprossfragmente scheinen Rhizomfragmente ein viel größeres Wachstumspotential zu haben. Diese Ergebnisse werden dazu beitragen, das zukünftige Management dieser invasiven Art in aquatischen Ökosystemen zu informieren, insbesondere, dass Störungen an unterirdischen Strukturen minimiert werden sollten, um eine Fragmentierung von Rhizomen zu verhindern. Die Autoren schlagen auch vor, dass Managementstrategien eine schnelle Reaktion auf neu kolonisierende Eindringlinge und die Reduzierung der Nährstoffbelastung in diesen aquatischen Umgebungen priorisieren sollten.