Gnetophyten, umfassend die Gattungen Ephedra, Gnetum und welwitschia, sind eine wenig untersuchte, rätselhafte Linie von Gymnospermen mit einer umstrittenen phylogenetischen Beziehung zu anderen Samenpflanzen. Wang et al. untersuchten die Organisation von ribosomaler DNA (rDNA) über repräsentative Arten hinweg.

Projektionen von RepeatExplorer-Graphen, die rDNA-Einheiten in Gnetophyten darstellen
Projektionen von RepeatExplorer-Diagrammen, die rDNA-Einheiten in Gnetophyten darstellen. Die Diagramme zeigen rDNA-Pfade in (A) G. montanum 35S rDNA, (B) E. altissima verknüpfter 35S–5S rDNA, (C) W. mirabilis 35S rDNA, (D) G. montanum 5S rDNA und (E) W. mirabilis 5S rDNA. Einzelne Unterbereiche von 35S rDNA sind hervorgehoben (siehe Legende in der Mitte der Abbildung). Die angegebenen 5S-Unterbereiche sind wie folgt: (B) 5Sp1 und 5Sp2 entsprechen jeweils 5S-Pseudogen 1 und 2; (D) NTS, nicht-transkribierter Spacer (Region); 5Sc, 5S rDNA-codierende Sequenz; 5Sp, 5S rDNA-Pseudogen; (E) NTS1, NTS2, NTS3, mutmaßliche NTS-Kategorien 1, 2 und 3; 5Sc, 5S rDNA-Codierungssequenz.

Gnetophyten unterscheiden sich von anderen Gymnospermen und Angiospermen, da sie eine überraschend große Variabilität in der rDNA-Organisation und der rDNA-Kopien- und Locus-Zahl zwischen den Gattungen aufweisen, ohne dass eine Beziehung zwischen Kopienzahl und Genomgröße erkennbar ist. Die konzertierte Evolution von 5S-rDNA-Einheiten scheint zur Amplifikation von 5S-Pseudogenen sowohl in G. montanum als auch in E. altissima geführt zu haben. Evolutionsmuster der rDNA zeigen sowohl Gymnosperm- als auch Angiosperm-Merkmale, was die Diversität der Gruppe unterstreicht.