Der Fortpflanzungserfolg biotisch bestäubter Pflanzenarten nimmt normalerweise mit der Populationsdichte ab. Allerdings ist auch die Dynamik des Brutsystems und des Bestäubungsmechanismus in einer bestimmten demografischen Umgebung entscheidend für den Erfolg. In einer aktuellen Studie veröffentlicht in AoB PLANTS, Singh et al. untersuchten den relativen Beitrag dieser Faktoren zum Fruchtansatz bei einer bedrohten Baumart Anogeissus sericea var. Nummaria.

Insektenbestäuber von Anogeissus sericea var. Nummaria.
Insektenbestäuber von Anogeissus sericea var. nummularia. Bildnachweis: Singh et al.

Obwohl die Blüten der Art generalistisch sind, scheint die schmale stigmatische Oberfläche die Notwendigkeit eines spezialisierten Bestäubers zu erfordern. Die Bestäubung bei den Baumarten wird daher nur durch die Fliegen vermittelt. Infolgedessen zeigen die Bäume eine teilweise Selbstbefruchtung und leiden an einer starken Inzuchtdepression in den frühen Stadien der Lebensgeschichte der selbstbefruchteten Nachkommenschaft. Es gab signifikante Unterschiede zwischen den dicht und dünn besiedelten Parzellen in Bezug auf Blütenbesuche pro Baum und die Anzahl der Bäume, die von den Bestäubern in einer Runde bedeckt wurden. Darüber hinaus zeigte die Baumdichte eine starke positive Korrelation mit dem Fruchtansatz. Die Studie zeigt, dass neben dem Brutsystem der Art das Ausmaß der Bestäuberabhängigkeit und ihr Nahrungssuchverhalten erheblich zum Nettoergebnis der dichteabhängigen Auswirkungen auf den Fruchtansatz beitragen. Was bedeutet dies für das Erhaltungsmanagement von A. sericeaDie Ergebnisse dieser Studie legen nahe, dass neben der Pflanzdichte auch die Wiedereinführung nicht verwandter Individuen ein entscheidender Faktor sein sollte.