Strauchleguminosen sind aufgrund ihrer Fähigkeit, atmosphärischen Stickstoff zu binden, und ihrer hohen Toleranz gegenüber Trockenheit, Salzgehalt und Alkalität weltweit Schlüsselarten in natürlichen Ökosystemen. Die Stickstofffixierung erfolgt in Wurzelknöllchen durch symbiotische Rhizobienbakterien, jedoch werden sowohl Knötchenbildung als auch Rhizobiensymbiosen durch die Verfügbarkeit von Nährstoffen und Wasser beeinflusst. Insbesondere ein Mangel an Phosphor kann die Wurzelknollenbildung stark reduzieren und damit das Wachstum der Pflanze beeinträchtigen. Es wurde festgestellt, dass Trockenheit einen ähnlichen Effekt hat. Unklar bleibt jedoch, wie Strauchleguminosen auf Wasser- und Phosphorknappheit reagieren.

In einer neuen Studie, die in AoBP veröffentlicht wurde, hat Míguez-Montero et al. untersuchten die regulatorischen Wirkungen von Phosphor und Stickstoff auf die Knötchenbildung und die Pflanzenleistung von Leguminosensträuchern während Trockenheit. Sie untersuchten vier Arten der Gattung Cytisus, entweder auf der Iberischen Halbinsel beheimatet oder dort häufig vertreten. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass diese Arten in der Lage sind, ihre Stickstoffnutzung in Abhängigkeit von der P-Verfügbarkeit im Boden und den mit ihnen festgestellten Wechselwirkungen zu verschieben Bradyrhizobum Symbionten. Bei den vier Arten verbesserte die Inokulation mit Rhizobien die Stickstoffnutzungseffizienz und die Trockenheitstoleranz der Pflanzen deutlich, während die Phosphornutzungseffizienz bei nicht inokulierten Pflanzen in der bewässerten Behandlung höher war. Unterschiede in der Reaktion auf Wassermangel wurden zwischen den Arten aufgrund von Unterschieden in ihrer Wurzelmorphologie und Pflanzenökologie festgestellt. Die Autoren schließen daraus, dass die Fähigkeit der Pflanzen, mit Phosphor- und Wassermangel umzugehen, mit ihrer natürlichen Verbreitung in Zusammenhang steht. Sie heben hervor, dass Arten aus Umgebungen, in denen sowohl Wasser als auch Nährstoffe knapp sind, ihr Wurzelsystem ausdehnen müssen, um an tiefer liegendes Wasser und Nährstoffe zu gelangen, während Pflanzen ohne diese Einschränkungen dies nicht benötigen. Diese Anpassungen sind besonders deutlich bei Cytisus multiflora, das heute in bestimmten Gebieten, einschließlich Kalifornien und Australien, ein ernsthaft schädliches Unkraut ist.
