Die Entwicklung von Sämlingen umfasst viele morphologische, physiologische und biochemische Prozesse, die von vielen Faktoren gesteuert werden. Einige reaktive Sauerstoff- und Stickstoffspezies (ROS bzw. RNS) sind als Signalmoleküle an physiologischen und phytopathologischen Prozessen beteiligt.

Aussehen eines Paprikasämlings in verschiedenen Entwicklungsstadien (7, 10 und 14 Tage alt). Drei Hauptorgane sind nach 10 d unterscheidbar: Keimwurzel (Embryonalwurzel), Hypokotyl (Embryonaltrieb) und grüne Keimblätter.
Aussehen eines Paprikasämlings in verschiedenen Entwicklungsstadien (7, 10 und 14 Tage alt). Nach 10 Tagen sind drei Hauptorgane erkennbar: Radicula (Keimwurzel), Hypokotyl (Keimspross) und grüne Keimblätter. Abbildung aus Airaki et al. 2015.

Airaki et al. berichten über die unterschiedliche Regulation des ROS- und NO-Stoffwechsels und der NADP-Dehydrogenasen in den verschiedenen Organen von Pfeffer (Capsicum annuum) Sämlinge während der Entwicklung ohne Stress. Diese Daten zeigen, dass der ROS- und RNS-Metabolismus durch Wechselwirkungen in einer Reihe von Stoffwechselwegen zur Regulation der Sämlingsentwicklung beitragen. Die zeitliche und räumliche Regulierung der H2O2- und NO-Ansammlung ist in diesem Signalknotenpunkt wichtig und trägt zum Gesamterfolg der Sämlingsetablierung bei.

Dieser Artikel erscheint im Sonderheft ROS- und NO-Reaktionen in Pflanzen.