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Invasionen nicht heimischer Pflanzen und veränderte Bewirtschaftungsaktivitäten haben die Struktur und Zusammensetzung der Wälder verändert. Invasive Sträucher und die Brandbekämpfung haben zu einer verstärkten Verdichtung und Ansammlung von Biomasse in Waldökosystemen im Südosten der USA geführt. Insbesondere das Vordringen gebietsfremder Liguster hat Ökosystemprozesse verändert und zu Veränderungen in der Gemeinschaftsstruktur geführt. Letzteres hat sich durch einen Rückgang feiner krautiger Brennstoffe bei gleichzeitiger Zunahme grober holziger Brennstoffe im Unterholz des Waldes manifestiert. Diese Veränderungen in der Brennstoffstruktur werden möglicherweise zu selteneren, aber schwerwiegenderen Waldbränden führen, die bei extremen Wetterbedingungen die Waldressourcen gefährden. In einer aktuellen Studie veröffentlicht in AoB PLANTS, Wang et al. stützte sich auf umfangreiche Datensätze, die vom US Forest Service zusammengestellt wurden, und integrierte statistische Vorhersage- und Analysetechniken innerhalb eines räumlich expliziten, agentenbasierten Simulationsrahmens, um die potenzielle Erweiterung des Verbreitungsgebiets chinesischer und europäischer Liguster vorherzusagen (Ligustrum sinense und Ligustrum vulgare) und die damit verbundene Zunahme des Kronenfeuerrisikos in den nächsten zwei Jahrzehnten in den Waldgebieten von Mississippi und Alabama. Die resultierenden Zeitreihenprojektionen der jährlichen Verbreitungserweiterungen und der Häufigkeit von Kronenbränden sollten Landverwaltern und Restaurierungspraktikern eine Invasionschronologie liefern, auf der proaktive Managementpläne basieren können.