Ein blühendes Individuum von Pedicularis rex im Shangri-La Alpine Botanical Garden im Nordwesten Chinas, das seine Kronröhren (Teil) und Eierstöcke bemerkt, die in regenwasserfüllende Hochblätter getaucht sind. Bildrechte: Shuang-Quan Huang.
Ein blühendes Exemplar von Pedicularis rex im Shangri-La Alpine Botanical Garden im Nordwesten Chinas. Bemerkenswert sind seine Kronröhren (Teil) und Ovarien, die in mit Regenwasser gefüllte Tragblätter eingetaucht sind. Bildnachweis: Shuang-Quan Huang.

Die Entdeckung neuer Anpassungen von Organismen an verschiedene Umgebungen erinnert uns immer wieder daran, wie wenig wir über die Natur wissen. Beispielsweise wurde bei mehreren Blütenpflanzengruppen festgestellt, dass Regenwasser die Geschlechtsorgane umgibt. In einer neuen Studie veröffentlicht in AoB PLANTS, Sonne und Huang verwendet eine hummelbestäubte Alpenblume, Pedicularis rex (Orobanchaceae), der becherartige Hochblätter hat, die Regenwasser halten und im Südwesten Chinas endemisch sind, als experimentelles Modell, um zu untersuchen, ob die wassergefüllten becherförmigen Hochblätter dazu dienen, Nektarräuber und/oder Pflanzenfresser abzuschrecken. Sie fanden heraus, dass weder Nektarräuber noch legitime Bestäuber wasserentwässerte Blumen diskriminierten, aber die Samenprädation in entwässerten Blumen signifikant zunahm, was darauf hindeutet, dass wassergefüllte Hochblätter dazu beitragen, die Blumen vor Pflanzenfressern zu schützen.