Zuckerrohr, das in den unbewässerten Produktionsgebieten der südafrikanischen Zuckerindustrie angebaut wird, wo die Böden häufig sauer und arm an pflanzenverfügbarem Silizium sind. Bildnachweis: South African Sugarcane Research Institute.
Zuckerrohr, das in den unbewässerten Produktionsgebieten der südafrikanischen Zuckerindustrie angebaut wird, wo die Böden häufig sauer und arm an pflanzenverfügbarem Silizium sind. Bildnachweis: South African Sugarcane Research Institute.

Silizium (Si) ist wichtig für die Milderung von abiotischem und biotischem Stress bei Pflanzen. Dennoch weisen viele landwirtschaftlich genutzte Böden, beispielsweise in den regennährten Produktionsgebieten der südafrikanischen Zuckerindustrie, einen Mangel an pflanzenverfügbarem Si auf, was eine Si-Ergänzung erforderlich macht. Möglichkeiten, die Si-Aufnahme über die Wurzeln aus eingesetzten Siliziumquellen zu maximieren und dadurch die Ernteerträge zu steigern, wurden noch nicht vollständig erforscht. In einer neuen Studie veröffentlicht in AoB PLANTS, Keeping et al. fanden heraus, dass die Verringerung des pH-Werts der Rhizosphäre durch die Bereitstellung von Stickstoffdünger für Zuckerrohr als Ammonium anstelle von Nitrat die Siliziumaufnahme aus einem Boden mit niedrigem Siliziumgehalt, der mit Kalziumsilikatschlacke angereichert wurde, erhöhte. Sie schlagen vor, dass ammoniakalische Düngemittel das Potenzial haben, die Solubilisierung von Silikatschlacken zu verbessern, indem sie die Rhizosphäre ansäuern und die Kieselsäurelöslichkeit und Verfügbarkeit für die Pflanzenaufnahme erhöhen.