
Die Hypothese des Biomasseverhältnisses besagt, dass Ökosystemeigenschaften von den Merkmalen dominanter Arten in der Gemeinschaft bestimmt werden. Spät et al. die Abbauraten von Streu von vier Kräuterarten an drei Standorten entlang eines korrelierten klimatischen Temperatur- und Niederschlagsgradienten messen, um den Vorhersagewert der Hypothese zu testen. Sie stellen fest, dass gemeinschaftsgewichtete Mittelwerte von Monokulturwerten gute Vorhersagen über die Streuzersetzung gemischter Arten liefern und sich mit zunehmendem Artenreichtum und in für die Zersetzung weniger günstigen Klimazonen den vorhergesagten Werten annähern. Die Ergebnisse unterstützen die Idee, dass die Biomasse-Verhältnis-Hypothese, operationalisiert als gemeinschaftsgewichtete Mittel, die Möglichkeit bieten könnte, Ökosystemprozesse auf größeren räumlichen Skalen und in einer sich verändernden Umgebung vorherzusagen.
