
Die genetische Konnektivität ist in sich schnell verändernden Umgebungen von entscheidender Bedeutung, da sie den Austausch und die Verbreitung adaptiver Gene zwischen Pflanzenpopulationen ermöglicht. Materie et al. Untersuchungsmuster des historischen Genflusses, der Blütenphänologie und des zeitgenössischen Pollenflusses in zwei verbreiteten Kräutern, Ranunkel bulbosus und Trifolium montanum, entlang eines Höhengradienten von 1200–1800 m ü. M. zwischen Alpwiesen in der Schweiz, einem Lebensraumtyp, der als besonders empfindlich auf den Klimawandel gilt. Sie stellen fest, dass der Pollenfluss entlang des Gefälles stark ist, was die sehr geringe genetische Differenzierung entlang des Berghangs erklärt. In Übereinstimmung mit diesem Ergebnis stellen sie fest, dass trotz der durch die Höhe verursachten Verzögerung der Blüte die Überlappung der Blütezeiten groß genug ist, um eine umfassende Pollenverbreitung zwischen den Populationen zu ermöglichen.
