Es ist keine Überraschung, dass Pflanzen im Sommer Allergien auslösen können, aber nicht alle Pflanzen tragen zu Ihren Beschwerden bei. Vokou und seine Kollegen untersuchten sechs städtische Grünflächen in Thessaloniki, Griechenland, um zu sehen, ob die dort wachsenden Pflanzen mit dem in der Luft gefundenen Pollen übereinstimmten. Sie zählten alle Bäume und Sträucher in jedem Park und maßen den in der Luft schwebenden Pollen auf Atemhöhe und fanden heraus Was du siehst, ist nicht das, was du atmestDie Erkenntnisse könnten dazu beitragen, Parks so zu gestalten, dass das Allergierisiko für Besucher verringert wird.

Die Forscher stellten fest, dass einige häufig vorkommende Parkpflanzen nur wenig Pollen in der Luft produzierten, andere Pollenarten jedoch in hohen Konzentrationen vorhanden waren, obwohl keine Elternpflanzen in der Nähe waren. Sogar nahe beieinander liegende Parks wiesen sehr unterschiedliche Pollenmuster auf. In größeren Parks von etwa 40 Hektar und in von hohen Gebäuden umschlossenen Bereichen passte der Pollen in der Luft jedoch besser zu den dort wachsenden Pflanzen.

Das Forschungsteam besuchte 2020 jede Grünfläche wöchentlich. Mit tragbaren, staubsaugerähnlichen Probenehmern, die sie auf Brusthöhe hielten, sammelten sie bei jedem Besuch 20 Minuten lang Luftproben. In allen sechs Parks wurden innerhalb von zwei Stunden nacheinander Proben entnommen, um faire Vergleiche zu gewährleisten. Zurück im Labor identifizierten und zählten sie in jeder Probe unterschiedliche Pollenkörnerarten unter Mikroskopen. Außerdem führten sie eine gründliche Pflanzenzählung durch und notierten dabei nicht nur die Art jedes Baums und Strauchs, sondern auch, ob die pollenproduzierenden Pflanzen männlich waren oder nicht.

Klimaforscher prognostizieren, dass Pollenallergien in den nächsten zwanzig Jahren häufiger und schwerwiegender werden, da der Klimawandel zu höheren Pollenzahlen und längeren Pollensaisonen führt. Bisher dachten Forscher, sie könnten Allergierisiken in Parks allein durch die Untersuchung der dort wachsenden Pflanzen beurteilen. Diese neue Studie zeigt jedoch, dass dieser Ansatz nicht ausreicht – Parks benötigen eine tatsächliche Pollenüberwachung, um das Expositionsrisiko für Besucher zu verstehen. Mit rund Jeder Vierte ist von einer Pollenallergie betroffenDieses Wissen könnte Stadtplanern helfen, grünere und gesündere Stadträume zu schaffen.

Vokou, D., Charalampopoulos, A., Lazarina, M., Tsingani-Papanikolaou, O., Leontidou, K., Paschalidou, D., Damialis, A., & Hanlidou, E. 2024. Pflanzen am Boden, Pollen in der Luft: Wie sehr stimmen sie überein? Aerobiologia. https://doi.org/10.1007/s10453-024-09838-6 ($)
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