Bild: Wikimedia Commons.
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Alle Botaniker (Pflanzenbiologen/Pflanzenwissenschaftler/Phytologen…), die diesen Namen verdienen, sollten in der Lage sein, die wichtige Rolle der verschiedenen Pflanzenteile zu benennen. Stängel zum Beispiel stützen die Blätter (!), helfen dabei, Wasser, Photosynthese und andere gelöste Stoffe zu anderen Pflanzenteilen zu leiten, betreiben etwas Photosynthese (hauptsächlich wenn sie jung sind) und speichern Materialien wie Stärke. Nun, so viel zum alltäglichen Funktionsquartett. Als Botaniker mit einer forschenden und ausreichend skeptischen Natur wissen wir wahrscheinlich auch, dass eine solche Liste nie vollständig ist, und dass Pflanzen normalerweise gefunden werden können, die sich der Konvention widersetzen und Praktiken anwenden, die über die allgemeine Weisheit hinausgehen. Also, willkommene Neuigkeiten, die Oder Sperling et al. haben das Phänomen „Transpirational-Boosting“ entdeckt* in der Dattelpalme. Bekanntlich die Dattelpalme (Phoenix dactylifera) wächst in wüstenähnlichen Gebieten Nordafrikas und des Nahen Ostens. Deserts werden primär durch geringe Niederschläge definiert; folglich Wasser ist eine limitierende Ressource für das Pflanzenwachstum in diesem herausfordernden Umfeld. Palmen sind jedoch beträchtlich baumartige Monokotylen zur Abwicklung, Integrierung, Speicherung und kann bis zu 30 m hoch werden und deren ökologische Dominanz mit einzigartig hohen Raten von aufrechterhalten wird TranspirationWie ist das in so wasserarmen Regionen möglich? Sperling erkannte, dass die hohen Transpirationsraten nicht allein durch die Bodenwasserversorgung aufrechterhalten werden können. et alDie Forscher untersuchten das Wasserreservoir im Stamm der Dattelpalme. Mithilfe einer Kombination aus Wärmeableitung, gravimetrischer Probenahme und Zeitbereichsreflektometrie (die Details dieser Techniken finden Sie in der frei zugänglichen Publikation!) stellten sie fest, dass Dattelpalmen in ihrem Wasserhaushalt maßgeblich auf die Nutzung und Wiederauffüllung des Stammreservoirs angewiesen sind; das im Stamm gespeicherte Wasser trägt etwa 25 % zur täglichen Transpirationsrate bei. Der Stamm der Dattelpalme enthält etwa 1 m³ Wasser.3 Der Wasserverlust durch Transpiration wird jede Nacht um mehr als 50 Liter ausgeglichen, was laut dem Forschungsteam ausreicht, um die tägliche Wiederverwendung während der gesamten Vegetationsperiode zu gewährleisten. Obwohl speziell bewässerte Palmen untersucht wurden, müssen dennoch 75 % des Wasserbedarfs extern gedeckt werden. Diese Kolumne ist jedoch nicht der richtige Ort für Debatten über kontroverse Themen wie … weltweit wachsende Anforderungen (ja, unbeabsichtigtes Wortspiel angemerkt …) und Bedenken hinsichtlich der Zukunft Verfügbarkeit von Frischwasserund nicht übersehen das Problem der Bodenversalzung Angesichts der möglichen Folgen solcher anthropogener Bewässerungspraktiken stellt sich die Frage, wie lange man die menschliche Aneignung von Wasser auf diese Weise noch rechtfertigen kann. sozioökonomische BedeutungUsw. von Dattelpalmen – dessen Genom sequenziert wurde sequenziert von Ibrahim S. Al-Mssallem et al. – vielleicht gäbe es einen geeigneten Grund, diese prächtige einkeimblättrige Pflanze so zu „entwickeln“, dass ihr Beitrag zur Steigerung der Transpiration erhöht wird.**? Oder, wenn wir diese Entdeckung umdrehen, was ist mit dem Rest der ungefähr 351,999 andere Angiospermenarten die nicht so untersucht wurden? Vielleicht haben nicht mehr von ihnen diesen TB entwickelt*** Mechanismus? Und wenn ja, sind Schätzungen des künftigen Wasserbedarfs von Feldfrüchten und anderen Pflanzen revidierungsbedürftig? Botanik, keine Angst vor den großen Themen des Tages (und morgen…)! Ungeachtet dessen ist die Dattelpalme vielleicht eine weitere Pflanze, die man zu den konventionelleren Kakteen und Euphorben als Beispiele für hinzufügen kann.Stamm Sukkulenten'.

* Der immer hilfsbereite Mr. P. Cuttings hat diesem neu entdeckten Phänomen freundlicherweise seinen passend einprägsamen Namen zum Nutzen aller pflanzenwissenschaftlichen Lehrbuchautoren (usw.) gegeben – Ed.

** Diesmal keine Anführungszeichen – das muss bedeuten, dass dieser neu geprägte Begriff von der gesamten Community akzeptiert wird … – Ed.

*** Und jetzt auf einen Initialismus reduziert (im Unterschied zu dem häufig falsch verwendeten Begriff Akronym), scheint diese Formulierung nun dauerhaft zu bleiben(?) – Anm. d. Red.