Der Lorbeerwald wird oft als ein uralter Waldtyp angesehen, was sich in der Hypothese des „tertiären Relikts“ widerspiegelt. Die Kanarischen Inseln sind einer der heutigen Hotspots für Lorbeerwälder, die einen bemerkenswerten Artenreichtum und Endemismus beherbergen. In den letzten Jahrzehnten ist die Biodiversität der Lorbeerwaldpopulationen weltweit rapide zurückgegangen und stark bedroht.

Betzin et al. eine umfangreiche feinskalige Probenahme zur genetischen Analyse des Lorbeerbaums (Laurus novo-canariensis) und der endemische Enzian Ixanthus viscosus. Durch ihre umfangreiche phylogeographische Untersuchung der zeitgenössischen Populationsdynamik für diese archaischen Waldpopulationen finden sie Beweise, die auf einen zeitgenössischen Genfluss und eine Ausbreitung auf mikro-/lokaler Ebene hindeuten.
