
Das Pflanzenwachstum in extrem hohen Lagen wird durch eine hohe tägliche thermische Amplitude, starke Sonneneinstrahlung und Wasserknappheit eingeschränkt. Diese Bedingungen sind besonders hart in den Tropen, wo die höchsten Baumgrenzen vorkommen. In dieser Umgebung erfordert die Aufrechterhaltung einer positiven Kohlenstoffbilanz den Schutz des photosynthetischen Apparats und die Fähigkeit, jede klimatisch günstige Zeit zu nutzen. Polylepis Tarapacana bildet den höchsten Wald der Welt und kann bis zu 5,200 m über dem Meeresspiegel wachsen. Eine neue Studie veröffentlicht in AoB PLANTS by Garcia-Plazaola et al. konzentriert sich auf die photosynthetischen Reaktionen von Polylepis Arten und wie sie in der Lage sind, mit solch einer herausfordernden Umgebung zurechtzukommen. Die Autoren führten alle Messungen und Probenahmen in ihrer natürlichen Umgebung durch. Diese Strategie ermöglichte es ihnen, unerwartete Muster täglicher Anpassungen bei photosynthetischen Pigmenten zu beobachten, die große Veränderungen in der Struktur und Organisation des photosynthetischen Apparats widerspiegeln.
