Alexander Greene und Kollegen haben mit ihrer neuesten Veröffentlichung in der Zeitschrift einen neuartigen Ansatz zur Aufzeichnung botanischer Daten vorgeschlagen Zeitschrift für Ethnobiologie. Die Ethnobotanik, ein Bereich, der sich der Erforschung der Beziehung zwischen Menschen und Pflanzen widmet, stützt sich traditionell stark auf Herbarium Exemplare – getrocknete Pflanzenproben, die Stängel, Blätter, Wurzeln, Blüten, Früchte und andere für die Art charakteristische Teile umfassen. Diese Proben sind für die genaue Identifizierung und Vergleichbarkeit von Pflanzen in verschiedenen ökologischen, kulturellen und sprachlichen Kontexten von entscheidender Bedeutung.

Die Autoren heben mehrere Herausforderungen hervor, die mit der Sammlung von Herbariumproben verbunden sind schlagen die Verwendung von Fotogutscheinen als ergänzende Methode vor. Bei Fotogutscheinen werden hochwertige Fotos von Pflanzen gemacht, die in digitalen Archiven gespeichert werden können. Dieser Ansatz bietet mehrere entscheidende Vorteile:

  1. Sie können gesammelt werden, wenn botanische Exemplare dies nicht können, was sie zu einer flexiblen Alternative macht.
  2. Fotogutscheine sind platz-, zeit- und arbeitssparend und lassen sich einfach teilen, wodurch der Zugriff auf Daten verbessert wird.
  3. Sie können Nutzen daraus ziehen Maschinelles Lernen und Crowdsourcing-Techniken, die die botanische und ethnobotanische Forschung rationalisieren und bereichern.

Die Forscher befassen sich auch mit einer wichtigen Frage des Zugangs, die historische und koloniale Implikationen hat. Die traditionelle Praxis, botanische Exemplare in Herbarien zu sammeln und abzulegen, hat häufig zu Datenungleichgewichten zwischen dem globalen Norden und dem globalen Süden geführt. Durch den Einsatz von Fotogutscheinen argumentieren die Autoren, dass diese Praxis zur Demokratisierung ethnobotanischer Daten und zur Dekolonisierung des Feldes beitragen kann.

Die Forscher stellen zwar fest, dass traditionelle Herbariumproben weiterhin eine ideale Methode dafür sind PflanzenidentifikationSie glauben, dass Fotogutscheine den Bereich der Ethnobotanik erheblich bereichern können. Durch die Verbindung von lokalem und akademischem Wissen könnte diese neue Methode die weitere Zusammenarbeit zwischen Forschern und Experten sowie mit der lokalen Gemeinschaft fördern und dadurch fördern ein integrativerer und effizienterer Ansatz um unsere Beziehung zum Pflanzenreich zu studieren.

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Greene, AM, Teixidor-Toneu, I. und Odonne, G. (2023) „Zu pflücken oder nicht zu pflücken: Fotografische Belegexemplare als alternative Methode zum botanischen Sammeln in der Ethnobotanik" Zeitschrift für Ethnobiologie, 43(1), S. 44–56. Verfügbar um: https://doi.org/10.1177/02780771231162190.