Modifikation der Phänotyp-Instabilität durch Auxin-Inhibitoren und 2,4-D
Modifikation der Phänotyp-Instabilität durch Auxin-Inhibitoren und 2,4-D

Gerste (Hordeum vulgare) Doppelmutanten HV-HD/tw2, gebildet durch Hybridisierung, sind durch ererbte phänotypische Instabilität bei der Entwicklung von Blütenständen und Blütenorganen gekennzeichnet. Šiukšta et al. untersuchen Kalluskulturen und intakte Pflanzen und stellen fest, dass die Auxin-Inhibitoren HFCA und PCIB sowie 2,4-D mehrere unterschiedliche Merkmale von Einzel- und Doppelmutanten teilweise retten. Die Ergebnisse legen nahe, dass ektopische Auxin-Maxima oder -Defizite in verschiedenen Regionen der Infloreszenz (Ähre)/Blütenanlagen auftreten. Anhand der beobachteten phänotypischen Instabilität lassen sich deutliche Trends in der Entwicklung ektopischer Blütenstrukturen skizzieren, von unbedeutenden Auswüchsen an Grannen bis hin zu Blüten mit sterilen Organen.