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Es gibt heute zwei wichtige Stücke „grauer Literatur“: Das erste, von der Royal Society, ist ein Bericht darüber, wie Weltbevölkerung und Konsum zusammenhängen, und die Auswirkungen auf einen endlichen Planeten.
Der von Sir John Sulston geleitete Bericht betont das Problem des nicht nachhaltigen Konsums in den Industrieländern und des nicht nachhaltigen Bevölkerungswachstums in den Entwicklungsländern, mit vielen offensichtlichen Überschneidungen, da die Armen ihren Konsum (nicht zuletzt von Fleisch) erhöhen und der Konsum auf Umweltschutz umgestellt wird Abbau in der entwickelten Welt.
Mit sehr klarer Schrift und Botschaft, wie man es von der Royal Societ erwarten würde, macht es wenig Sinn, die kurze Zusammenfassung des Berichts hier zu paraphrasieren, daher zitiere ich die Zusammenfassung vollständig:
„Schnelle und weitreichende Veränderungen in der Weltbevölkerung, gepaart mit einem beispiellosen Konsumniveau, stellen die menschliche Gesundheit und das Wohlbefinden sowie die natürliche Umwelt vor große Herausforderungen. Dieser Bericht gibt einen Überblick darüber, wie Weltbevölkerung und Konsum zusammenhängen und welche Auswirkungen dies auf einen endlichen Planeten hat.
Vorsitzender der Arbeitsgruppe Sir John Sulston FRS, Vorsitzender des Institute for Science, Ethics & Innovation, University of Manchester.
Hauptempfehlungen
Wichtige Empfehlungen sind:
Die internationale Gemeinschaft muss die 1.3 Milliarden Menschen, die von weniger als 1.25 Dollar pro Tag leben, aus absoluter Armut herausholen und die Ungleichheit verringern, die heute in der Welt besteht. Dies erfordert gezielte Anstrengungen in wichtigen Politikbereichen, darunter wirtschaftliche Entwicklung, Bildung, Familienplanung und Gesundheit.
Die am weitesten entwickelten und die aufstrebenden Volkswirtschaften müssen sich stabilisieren und dann den Materialverbrauch reduzieren durch: dramatische Verbesserungen der Ressourcennutzungseffizienz, einschließlich: Reduzierung von Abfall; Investitionen in nachhaltige Ressourcen, Technologien und Infrastrukturen; und die systematische Entkopplung der Wirtschaftstätigkeit von den Umweltauswirkungen.
Reproduktive Gesundheit und freiwillige Familienplanungsprogramme erfordern dringend politische Führung und finanzielles Engagement, sowohl national als auch international. Dies ist erforderlich, um den Abwärtstrend der Fruchtbarkeitsraten fortzusetzen, insbesondere in Ländern, in denen der ungedeckte Bedarf an Verhütungsmitteln hoch ist.
Bevölkerung und Umwelt sollten nicht als zwei getrennte Themen betrachtet werden. Demografische Veränderungen und deren Einflüsse sollten bei internationalen Treffen wie der Rio+20-Konferenz für nachhaltige Entwicklung und nachfolgenden Treffen in die wirtschaftliche und ökologische Debatte und Planung einbezogen werden.
Weitere Empfehlungen des Berichts konzentrieren sich auf:
das Potenzial der Urbanisierung zur Reduzierung des Materialverbrauchs
Beseitigung von Hindernissen, um eine qualitativ hochwertige Grund- und Sekundarschulbildung für alle zu erreichen
Wechselwirkungen zwischen Konsum, demografischem Wandel und Umweltbelastungen verstärkt erforschen
Umsetzung umfassender Vermögensmassnahmen
Entwicklung neuer sozioökonomischer Systeme.
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