Wir mögen ein Gadget bei AoB. Google Karton ist fast das perfekte Gadget, etwas, das Sie mit Ihrem Smartphone verwenden können und Dinge tun, die beeindruckend aussehen, aber nicht wirklich nützlich sind. Falls Sie noch nie davon gehört haben: Google Cardboard ist normalerweise eine günstige Alternative zu Virtual-Reality-Headsets aus Pappe. Sie können mehr bezahlen, wenn Sie möchten, und ein Kunststoff-Headset erhalten, wenn Sie möchten. Sie stecken Ihr Smartphone in dieses gefaltete Headset und zwei Bilder, eines für jedes Auge, gehen durch ein paar Linsen, um ein Virtual-Reality-Erlebnis zu vermitteln.
Der clevere Teil ist, dass die Software den Beschleunigungsmesser des Telefons verwendet, sodass sich das Telefon und Ihr Bild verschieben, wenn Sie sich mit dem Kopf bewegen. Es ist VR zum günstigen Preis. Techcrunch hat ein Video, das eine frühe Version des Sets zeigt.
Man kann damit unzählige Dinge anstellen. Mit YouTube kann man Videos so ansehen, als ob sie auf einem großen, aber nicht besonders hochauflösenden Bildschirm vor einem stünden. Noch innovativer sind 360°-Videos. Damit kann man beispielsweise in Tokio Achterbahn fahren und sich umschauen, während es vor einem steil bergab geht. Oder in Los Angeles. Oder in Paris. Es macht Spaß, wirkt aber auch wie eine Modeerscheinung. Möglicherweise gibt es aber eine App für Cardboard, die Botanikstudenten beim Üben von Vorträgen helfen könnte.
VirtualSpeech für Android / iOS und Gear versetzt Sie in einen Konferenzraum. Eigentlich haben Sie die Wahl zwischen Räumen, aber der relevanteste für eine Studentin, die sich auf ihre erste Konferenz vorbereitet, ist wahrscheinlich die Umgebung von San Jose. Dieser hat rund 60 Personen in einem großen Raum. Wenn Sie das Headset aufsetzen, befinden Sie sich in einem Raum mit zappelnden Menschen, Umgebungsgeräuschen und einem Bewegungsbildschirm mit Folien hinter Ihnen. Sie können auch Ihre Folien für Ihren Vortrag hinzufügen.
Sobald alles geladen ist, können Sie Ihren Vortrag üben. Mir hilft das. Da ich nicht gleichzeitig lesen und sprechen kann, arbeite ich immer mit Stichpunkten oder aus dem Gedächtnis. Wenn Sie gerne Ihre Notizen ablesen, könnte es Ihnen schwerfallen, sich durch das Headset isoliert zu fühlen. Außerdem benötigen Sie ein bequemes Headset-Kopfband, wenn Ihr Vortrag länger als ein paar Minuten dauern soll.
Das größte Problem der App ist momentan die Hardware. Man hat zwar ein schickes HD-Smartphone in der Hand, aber wenn der Bildschirm geteilt und verzerrt ist, wirkt die hohe Auflösung plötzlich viel kleiner. Auch das Tragegefühl des Headsets selbst ist problematisch. Das könnte der Grund dafür sein, dass VirtualSpeech anscheinend hauptsächlich Headsets vermietet. Andererseits funktioniert die App an sich mit den vorhandenen Mitteln gut. Sie ist eine willkommene Abwechslung zum Üben mit der Wand.
Ich denke, den größten Unterschied, den man für die Qualität seines Vortrags bewirken kann, macht man durch Übung aus, sodass man seinen Text, seine Stichworte und das richtige Timing kennt. Die App kann das Üben nicht ersetzen, aber wenn sie den Leuten hilft, Zeit und Raum für das Durchspielen ihrer Vorträge zu finden, ist sie eine Hilfe.
