Teilweise mykoheterotrophe Ernährung ist eine weit verbreitete trophische Strategie bei grünblättrigen Orchideenarten in Waldhabitaten. Aufgrund der Lichtbeschränkung ihrer Lebensräume decken viele Waldorchideen ihren Kohlenstoffbedarf durch Autotrophie und durch die Nutzung der Nahrungsreserven von Mykorrhizapilzen.

Epipactis Neglecta am Forstplatz 9 in der Nördlichen Frankenalb im Juli 2009
(A) Epipactis neglecta am Waldstandort 9 in der Nördlichen Frankenalb im Juli 2009. Maßstab = 5 cm. Bild mit freundlicher Genehmigung von Florian Fraaß. (B) Lichtmikroskopische Aufnahme eines Querschnitts einer Wurzel von Epipactis neglecta. Die Pilzbesiedlung ist als exodermale, äußere und innere Rindenzellen sichtbar, die mit Pilzhyphen gefüllt sind, gekennzeichnet durch weiße Pfeile. Maßstab = 100 µm. (C) Ascokarp von Tuber excavatum. Maßstab = 1 cm. (D) Querschnitt eines Ascokarps von Tuber brumale. Maßstab = 1 cm.

Schiebold et al. analysierten die Nahrungsnetze von 12 Taxa der Orchideengattung Epipaktis, Erhalten von Messungen der natürlichen Häufigkeit stabiler Isotope von Epipaktis Blattgewebe und Sporocarps von Pilzen sowie die molekulare Identifizierung von Mykorrhizapilzen. Der ausgeprägte Gradient in 15N-Anreicherung beobachtet in Epipaktis Spezies wird stark vom Typ und von der Art bestimmt 15N Fülle der Mykorrhizapilze der Orchideen.