Etwa die Hälfte der Bryophytenarten hat getrennte Geschlechter (zweihäusig) und die andere Hälfte ist zwittrig (einhäusig). Diese Variation hat große Konsequenzen für die Ökologie und Evolution der verschiedenen Arten. Bei einigen zweihäusigen Bryophyten, die sich sexuell fortpflanzen, wurde gezeigt, dass das Geschlechterverhältnis mit den Umweltbedingungen variiert.

Härjedalen
Härjedalen, Schweden. Foto Alexander Cahlenstein / Flickr.

Bisang et al. Verwenden Sie einen speziell entwickelten molekularen Marker, um das Geschlecht in einzelnen Trieben zuzuordnen, die aus einer natürlichen Umgebung des zweihäusigen Mooses Drepanocladus trifarius gesammelt wurden, das eine seltene sexuelle Fortpflanzung aufweist und offensichtliche sekundäre Geschlechtsmerkmale fehlt. Sie stellen fest, dass sich die Geschlechter zwar nicht in Bezug auf Jahreswachstum, räumliche Verteilung oder Habitatansprüche unterscheiden, das genetische Geschlechterverhältnis aber dennoch deutlich weiblich geprägt ist. Dies unterstützt die Vorstellung, dass andere Faktoren als geschlechtsbezogene Unterschiede in den Reproduktionskosten und sexueller Dimorphismus auch die Entwicklung von voreingenommenen Geschlechterverhältnissen in Pflanzen vorantreiben können.