
Aktuelle Biodiversitätsexperimente mit ausgesäten Pflanzengemeinschaften deuten auf einen positiven Effekt der Pflanzenartenvielfalt auf die Ökosystemfunktion und die Ressourcennutzung hin. Sind diese experimentellen Ergebnisse jedoch auf landwirtschaftlich bewirtschaftetes Grünland anwendbar? In einer neuen Studie veröffentlicht in AoB PLANTS, Petersen und Isselstein analysierten Vegetationsstruktur und Lichtabfang in bewirtschaftetem Grünland, in dem die Artenzusammensetzung durch Herbizide manipuliert worden war. Sie erwarteten, dass die funktionell vielfältigeren Parzellen (Gräser und Stauden in gleichen Mengen) das Licht besser abfangen als Parzellen mit mehr als 90 % Gräsern aufgrund einer optimalen Anordnung der Blätter im Raum. Die Bewirtschaftung (Düngung und Mahd) hatte jedoch einen viel stärkeren Einfluss auf die Struktur und die Lichtabsorption als die Zusammensetzung der Pflanzenarten.
