Pilze aus dem Stamm Glomeromycota bilden mit Pflanzen arbuskuläre Mykorrhizen und stellen eine alte Linie dar, die sich morphologisch langsam verändert. Gut erhaltene Fossilien dieser Organismen haben wesentlich zu unserem Verständnis ihrer Evolutionsgeschichte beigetragen. Schottlands Rhynie Hornstein, der aus einem frühen Devon stammt (circa vor 410 Millionen Jahren) Paläoökosystem, war ein wichtige Quelle dieser Fossilien.
Eine der frühesten divergierenden Abstammungslinien von Glomeromycotan-Pilzen ist die Archäosporaceae, eine Familie, die ohne molekulare Beweise nicht auf Arten bestimmt werden kann, die aber morphologisch durch kleine, farblose, kugelförmige Propagula identifiziert wird, die sich innerhalb des Stiels einer farblosen, dünnwandigen, ballonartigen Struktur bilden. Diese werden als Sporen-Sacculus-Komplexe bezeichnet.
In einem neuen Artikel, erschienen in Annals of Botany, Carla J. Harper und Kollegen gingen auf die Suche Archäosporaceae-ähnliche Ausbreitungen in Proben aus dem Hornstein von Rhynie um festzustellen, ob die Abstammung dort vorkam. Die Forscher untersuchten Dünnschnitte von Chert aus den Rhynie-Schichten mit Lichtmikroskopie. Auffinden von Fossilien, die denen der Gattung ähneln Archäospora Dort verglichen sie sie mit den modernen Beispielen von Archäosporaceae und verwandten Familien.

Die entdeckten Sporen-Saccule-Komplexe unterscheiden sich morphologisch von allen zuvor im Hornstein von Rhynie beschriebenen. Die hier zu sehende allgemeine Art der Sporensackentwicklung tritt in drei noch vorhandenen Glomeromycotan-Familien auf, den Acaulosporaceae, hat das Ambisporaceaeund die Archäosporaceae, aber die Dimensionen der Propagula schließen die beiden erstgenannten Familien aus. Die Sporenwandarchitektur, die anhand der Anzahl und Art ihrer Schichten diagnostisch ist, entspricht gut der heutigen Zeit Archäosporaceae.
Der neue Fund kann ohne molekulare Beweise keiner heutigen Gattung zugeordnet werden, daher haben die Autoren eine neue Gattung und Art dafür beschrieben. Archaeosporites rhyniensis (Archäosporaceae). Die Diversität der Morphologie, die in den Proben zu sehen ist, deutet auf eine frühere Divergenz für diese Art von Pilz hin, als angenommen wurde. „Dieses Fossil ist einigen noch vorhandenen Glomeromycota morphologisch so ähnlich, dass es ohne die Notwendigkeit molekularer Beweise in der modernen Taxonomie durchaus in eine moderne Gattung eingeordnet werden könnte und somit auf die Gattung hindeutet Archäospora seit weit mehr als 400 Millionen Jahren verewigt“, schreiben die Autoren.
„Es besteht ein beträchtliches Interesse an der Mykorrhiza-Komponente moderner Ökosysteme und der Rolle, die diese Symbiosen für das Funktionieren von Ökosystemen spielen, während wir gerade erst anfangen, solche Wechselwirkungen im Fossilienbestand zu bewerten.“
